Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

155

v. Hellbach, T. S. 374. N. Preuss. Adelslex., II. S. 182 (be-schreibt das Wappen nach Siebmacher, giebt den Tiroler im 2. u.3. Felde als Forstmann, welcher IIolz anschlügt, und versiebt auchden Forstmann auf dem Helme mit einer Axt). Freih. v. Lede-bur, I. S. 227.

Meklenburg, Preussen. Altes, ursprünglich oberüsler-reichisches, mit der Familie Forstner v. Dambenoi (Dambenoy) einenStamm ausmachendes Adelsgeschlecht, welches früher im schwäbi-schen Reichsritterort Neckar-Schwarzwald-Ortenau und hei der freiunmittelbaren Ritterschaft im Unler-Elsass immatriculirt war, 1757in der Person des Schlossbauptmanns Carl Freiherrn v. F. auf Güin-tow in Meklenburg durch Receplion die Rechte des eingeborenenAdels erlangte und 1761 auch in den Rittercanton Altmühl aufge-nommen wurde. Den Namen Forstner soll schon um 920 AntonIlcisch geführt haben, doch sind im 30jährigen Kriege die altenNachrichten über das Geschlecht verloren gegangen, und die Familiebesitzt nur vom Anfange des 17. Jahrhunderts genaue Nachrichten.Uni diese Zeit sass dieselbe zu Breitenfeld unweit Linz und ver-breitete sich von da nach Schwaben, Unter-Elsass, Meklenburg,Dänemark und den Niederlanden. Christoph v. F., Herr zu Brei-tenfeld, gest. 1668 als f. württemb. Geh. Rath, wurde mit demGute llamhenoy hei Mömpelgard belehnt. Von demselben stammtder preuss. Zweig, welcher 1767 nach Preussen kam, ab, auchhaben Sprossen des meklenburgischen Zweiges in der k. preuss.Armee gestanden und den Stamm fortgepflanzt.

v. Freiesleben, Edle.

Schild geviert mit Mittelschilde. Im schwarzen Mittelschilde aufgrünem Boden ein vorwärts- und etwas rechtsseherider, geharnisch-ter Ritter, mit einem, mit drei links wehenden Straussenfedern,rotli, silbern, roth, besteckten Helme, welcher in der Rechten einrothes Herz emporbält und die Linke auf eine zu den Füssen lie-gende grosse blaue Weltkugel setzt. 1 und 4 in Gold ein an dieTlieilungslinie angeschlossener, halber, schwarzer Doppeladler; 2 inRoth ein silberner Querbalken, und 3 ebenfalls in Roth zwei dasFeld ganz überziehende, gekreuzte, weisse Baumstämme, welcheoben und unten auf jeder Seile zweimal geastet sind. Auf dem