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2 (1855)
Entstehung
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172 (tler Wilde ist von natürlicher Farbe, am Baume sind keineWurzeln zu sehen und die Mützen sind blau und haben rothenAufschlag). Eine zweite Abbildung, welche Tyrofl", I. 227: Freih.v. Drachsdorff, giebt und welcher das Wappenb. d. Kgr. Bayern, II.86: Freiherr v. Drachsdorf, auch Draxdorf, gefolgt ist, stellt nacli-stehendes Wappen dar: im blauen Schilde steht ein vorwärts- undetwas rechtssehender, nur um die Lenden grün umgürteter Mann,welcher die Linke in die Seite setzt und mit der Beeilten einenmit vier Wurzeln ausgerissenen und an den Aesten abgestutztenTannenbaum hält und dessen rechtes Knie, da er mit dem Fasseauf den Wurzeln des Baumes steht, etwas gebogen ist. Auf deinSchilde ruht eine fünfperlige freiherrliche Krone und der auf der-selben sich erhebende Hehn trägt drei umgestürzte, blaue Mützenmit rothem Aufschlage und weissem Futter. v. Wülckern, 2. Abtli.S. 189 u. 190, vermuthet, dass der wilde Mann erst mit Ertheilungdes Freiherrenstandes den Baum in die Beeilte bekommen habe undso dargestellt worden sei, wie eben beschrieben wurde. Was dieblau-rothen Helmdecken anlangt, so erklärt v. Wülckern gar nichtübel dieselben so, dass, da doch gewöhnlich die Decken die Farbendes Schildes hätten, das Both gewählt worden sei, weil dasselbeam meisten der Fleischfarbe des Mannes gleich komme. Dabeikommt freilich dergrüne" Mann nicht gut weg. Knauth, S. 500.- Gaulie, I. S. 450: v. Draxdorff. v. Lang, Nachtr., S. 39 u. 40:

Freih. v. Drachsdorf auf Adelsberg. v. Ilellbach, I. S. 295.

N.

Preuss. Adelslexic., V. S. 134. Freih. v. Ledebur, I. S. 179.

Sachsen, Preussen, Bayern. Altes, meissnisches Adels-geschlecht, welches nicht, wie v. Hellbach angiebt, ehemals elsassi-scher, dann meissnischer Adel war, sondern erst im 17. Jahrhun-derte unter die elsassische Beichsritterschaft aufgenommen wurde.Fabian v. D. war nach Spangenberg 1514 bei der Belagerung derostfriesländischen Stadt Dam und commandirte die Schiffe auf derEms, Veit v. D.,.chs. Oberst und Stifts-Hauptmann zu Quedlin-burg, Eustachius v. D., 1566 Hofmeister der Gemahlin des HerzogsWilhelm zu Sachsen, der Sohn desselben, Hans Friedrich, sachsen-altenb. Hofmarschall, und Wolf Friedrich, 1614 weimar. Kammerrath.In Brandenburg wurde vom Kurfürsten Joachim IL, am Montagenach Oculi 1539, Hieronymus v. D. mit dem Einkommen des Klo-sters Neuendorff auf ein Jahr belehnt. Was den eigentlichenUrsprung der Familie anlangt, so giebt das N. Preuss. Adelslexiconan, dass dieselbe von den Hermunduren abstammen und sich 1290