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2 (1855)
Entstehung
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Württemberg, Kurhessen. Alles, ursprünglich fränki-sches und rheinländisches Adelsgeschlecht, als dessen ältester Ahn-herr Arnold v. Dernbach, Ritter, welcher um 1281 vorkommt, ge-nannt wird, doch hatten schon vorher, 30. Juli 1233, zwei Sprossendes Geschlechts Deutschland von dem ersten Inquisitor, dein ge-filrchteten Conrad v. Marburg, und von der Inquisition befreit (s.Pölitz, An nah f. Gesch. u. Staatskunde, 1829, Juni). Als Stamm-haus wird gewöhnlich Dernbach im jetzigen grossherz. hessischenAmte Blankenstein genannt. Mit Arnolds drei Urenkeln, denSühnen Conrads, gest. 1390, Bernhard, Otto und Heinrich, schiedsich, wie Einige angehen, die Familie in drei Linien, von welchendie jüngste, von Heinrich gestiftete, noch blüht. Andere nehmennur eine ältere und eine jüngere Linie an und trennen erstere indie adelige oder freiherrliche und in die gräfliche Linie. Ueberdie Erlangung des Freiherrenstandes finden sich verschiedene An-gaben. Wahrscheinlich hat Peter Philipp v. D., welcher 1672 dasBambergische und 1675 das Würzburgiscbe Bisthum erhielt, denFreiherrenstand in seine Linie, die ältere, gebracht, und derselbeist dann auch auf die jüngere Linie gekommen. Der Reichsgrafen-stand kam, wie Einige angehen, durch den Bruder des Peter Phi-lipp, Otto Wilhelm, 1680, oder wie Andere wollen, durch den Solmdes Letzteren, Johann Otto, k. k. w. Geh. Rath etc., 1681 in dieältere Linie. Graf Johann Otto erkaufte die Herrschaft Wiesendtheitim fränkischen Kreise, welche zur Grafschaft erhöht wurde, erlangteauch, 29. Mai 1697, das Erbmarschallamt des Herzogthums Fran-ken, starb aber in demselben Jahre ohne Nachkommen und be-schloss die ältere Linie. Zahlreiche Sprossen des Gesammtge-schlechts sind zu hohen geistlichen Würden und in Staats- undMilitairdiensten zu hohen Ehrenstellen gelangt. Seit 1788 blühtedie jüngere Linie in Württemberg, und das Adelsbuch des Künigr.Württemberg gab 1844 als Senior derselben den k. württemb. Ge-neralmajor a. D. Heinrich Freiherrn v. D. an, welcher Nachkommennicht hatte. Der Bruder desselben, Lothar Freiherr v. D., wurdeals Rath in kurhessischen Diensten, und als Sohn desselben, Frei-herr Ludwig, geb. 1823, als der angeführt, auf dem die Erhaltungdes einst so zahlreichen Geschlechts beruhe.

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