Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

108

schlecht, welches gewöhnlich für eine Seilenlinie der 1376 erlo-schenen allen Grafen v. Dannenberg, welche die gleichnamige Herr-schaft an der Jeetze im Lüneburgischen besassen, gehalteii wird.Die Familie war vom 14. Jahrhunderte an im Lüneburgischen,Brandenburgischen und Meklenburgischen angesessen, ja in derAltmark stand derselben schon 1248 Rohrberg im jetzigen KreiseSalzwedel zu. Neuerlich hat dieselbe auch Grundbesitz im Magde-burgischen erworben. Der iiiteste bekannte lüneburgische Lehns-brief ist vom Jahre 1454, und die Familie gehört jetzt durch meh-rere Güter im Königreiche Hannover zu dem ritterschaftlichen Adelder lüneburgischen Landschaft. Sprossen des Geschlechts habenmehrfach auch in der kön. preussischen Armee gestanden.

v. Darnal, Ritter.

Schild mit Schildeshaupte. Im blauen Schildeshaupte dreineben einander stehende, sechsstrahlige, silberne Sterne, und imgoldenen Schilde auf grünem Hügel ein grün belaubter Baum. Aufdem Schilde steht ein gekrönter Helm ohne Schmuck. Die Helm-decken sind rechts roth und golden, links blau und silbern.Leupold, I. 2. S. 237. v. Hellbach, I. S. 262.

Oesterreich. Alte, ursprünglich französische Adelsfamilie,aus welcher Johann Darnal, Ritter, in der zweiten Hälfte des vori-gen Jahrhunderts aus kön. französischen Kriegsdiensten in das k.k. Geniecorps trat, im Türkenkriege (17881791) zum Oberstenstieg und das Geschlecht und den Mannsstamm in Oesterreich durchdrei Söhne fortpflanzte. Die Familie, aus welcher Stephan, Rit-ter, zu Ende des 14. Jahrhunderts als Herr von Deveze und Nou-guairal vorkommt, sollte eigentlich d'Arnal geschrieben werden,doch findet sich in den k. k. Ilofdecreten das ü ohne Apostroph,und so haben denn die Söhne des Obersten Johann zu ihrer undihrer Abkömmlinge Legitimation die Schreibart des Namens: Darnalbeibehalten. Der erwähnte Oberst Darnal stammte von dem obengenannten Stephan im siebenten Gliede ab, und Leupold hat a. a.0. die Abstammung sehr genau angegeben.