Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
106
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die Köpfe noch an den Hälsen zu sein, und das dritte mit der Um-schrift: Karsten Damece, voin Jahre 1484, giebt über und untereinem Querbalken den Kopf deutlich ohne Hals. Nächst diesenalten Siegeln erwähnt Bagmihl ein schön gemaltes Stammbuchblattmit dem Wappen, doch ohne Angabe des Jahres etc. Der Schildist ganz, wie oben angenommen wurde, auf dem Helme aber liegtein von lloth, Silber und Schwarz gewundener Wulst, über wel-chem drei Straussenfedern, silbern, roth, schwarz, stehen, vondenen die mittelste rothe von einem Ringe mit einem rothen Ru-bine umgeben ist. Die Helmdecken sind rechts roth und silbern,links schwarz und silbern. Was die oben angedeuteten Verschie-denheiten anlangt, welche Abdrücke von Petschaften ergeben, sofindet sich auf älteren mehrfach der Schild blau; der Ring mitdem Steine kommt bald um alle drei Federn, bald nur um diemittelste vor, auch steht auf einigen Petschaften ein Ring mit nachrechts und oben auswärts gekehrtem Steine vor den drei Federn, Gauhe, I. S. 394. v. Hellbach, I. S. 260. Freih. v. Le-debur, I. S. 158.

Preussen. Eins der ältesten und angesehensten pommer-schen Adelsgeschlechter, welches, wie Band I. S. 105 angeführtwurde, von den Schriftstellern mehrfach mit dem alten branden-burgischen und pommerschen Geschlechte v. Daranitz verwechseltworden ist. Gerardus de Damitz kommt unter den Zeugen in denUrkunden vor, mittelst welcher Herzog Barnim 1243 der Stadt Stettindas magdeburgische Recht und das Holz und die Weide zwischenDamm und der lhna verleiht, und Alexander Damyz erscheint 1287in einer Urkunde des Bischofs Hermann von Caniin. Die ordent-liche, fortlaufende Stammreihe beginnt mit Hermann v. Damitz umdas Jahr 1400. Die Familie erwarb in Pommern, namentlichim Cammer Kreise, bedeutenden Grundbesitz, und eins der ältestenLehne der Familie, Schulzenhagen, welches derselben schon 1321zustand, gehört noch, jetzt, neben anderen Besitzungen im Gamin-schen und Stolper Kreise, dem Geschlechte, welches 1767 auch inMähren Besitz erwarb. Früher haben Glieder der Familie in kön.schwedischen und kön. österreichischen Kriegsdiensten und spätermehrfach in der kön. preussischen Armee, und zwar bis auf dieneueste Zeil, gestanden.