erhebungen gekommen, und zwar in die Linie zu Sehwarzwaldau,so wie neuerlich in die Linie Seitendorf-Reussendorf. Die Linie zuAdelsbach erlosch 1764, die zu Czettritz-Neuhaüs aber im vorigenJahrhunderte. Die Erben dieser letzteren Linie waren die Frei-herren v. Dyhern, woher sich noch jetzt eine Linie dieses Hauses:Dyhern-Czettritz-Neuhaus schreibt. Die Linie Seitendorf-Reussen-dorf blüht noch jetzt, besitzt die Güter Seitendorl', Ivolbnitz, Con-radshof etc., und schreibt sich noch v. Czettritz und Neuhaus, ina»
' 1 D
also ursprünglich eine Seitenlinie des Hauses Czettrilz-Neuhaus sein.— Der Besitz der Familie in Schlesien wurde sehr bedeutend,wechselte aber, wie dies so oft vorkommt, mehrfach im Laufe derZeit. Zu Seichau im Jauerschen sass dieselbe schon 1329, zuBolkenhain 1384, und im 15. Jahrhunderte zu Fürstenstein, Ka-ritsch, Lorzendorf, Neuhaus, Zeiskenberg und Zobten. Im Anfangedes 16. Jahrhunderts wurde das Geschlecht auch in Bülnnen undspäter auch in Sachsen angesessen.
v. Czettritz, Freiherren.
Schild geviert: 1 und 4 der Länge nach von Silber und Rothgetheilt mit einem auf die Theilungsiinie gestellten, vonvärtssehen-den Büffelskopf von gewechselten Farben mit Hornern und einemRinge durch die Nase (Stammwappen, s. den vorstehenden Artikel);2 und 3 in Silber ein schräglinks gelegtes, mit der Spitze nachoben gekehrtes, rothes Schwert. Auf dem Schilde stehen, übereiner fünfperligen Freiherrenkrone, zwei gekrönte Helme. Derrechte trägt zwei Schwerter mit goldenen Beschlägen und rothenGriffen, welche schräg auswärts, mit der Spitze nach oben gestelltsind, und der linke zwei von Roth und Silber mit gewechseltenFarben quer getheilte Büffelshürner. Die Hehndecken sind rothund silbern. — Abdrücke von Petschaften. — Das beschriebeneWappen ist das nach dem Diplome vom Jahre 1725 (s. unten). —Die Freiherren v. Czettritz-Kolbnitz führen in Folge des Diplomsvon 1840, nach dem Wappenb. d. Sachs. Staaten, II. 16, im goldeneingefassten Schilde den Büffelskopf, wie angegeben, auf dem Schildesteht eine siebenperlige Freiherrenkrone, und die Schwerter aufdem Helme kreuzen sich über den Beschlägen. — Das gräflicheWappen von 1786 hatte drei Helme, und auf dem eingeschobenen,