Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
63
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G3

v. Brachel (Brakel, Brackel), auch Freiherren.

Schild quer getheilt: oben in Gold ein blauer Turnierkragenvon drei Lützen, unten silbern, ohne Bild. Aid' dem Schilde stehtein Helm, welcher einen offenen, blauen Adlersflug trügt. DieHelmdecken sind blau und silbern. Abdrücke von Petschaften. Wappenb. d. Preuss. Rheinprovinz, I. 14 u. S. 17. Tyroff,1. 289. Robens, Elementar-Werk, 1. 14. Fahne, I. S. 47:Brakel, setzt auf den Helm einen silbernen Turnierhut, an demzwei blaue Flügelheraufstreben". Gauhe, 11. S. 92 u. 93:Brackel. v. Hellbach, I. S. 176. N. Preuss. Adelslexicon, I.S. 296, und V. S. 65 (das angeführte Wappen gelulrt weder derIiier in Rede stehenden Familie, noch den anderen bekannten gleich-namigen Geschlechtern). Freih. v. Ledebur, I. S. 95.

Preussen. Altes jülichsches Adelsgeschlecht, dessen Stamm-haus das Dorf Brackein bei Jülich ist. Edmund v. Brackein, Ritter,kommt 1218, und Theodor v. Brackein, Ritter, von 1255 1264in Clevischen, Sassenburger und Cölner Urkunden oft vor. Die Fa-milie führt mit dem Adelsgeschiechte v. Ilarf, bis auf die Farben,ein Wappen im v. Harfschen Wappen liegt der blaue Turnier-kragen in Roth und der Helm trügt einen silbernen, mit zwei sil-bernen Adlersflügeln besteckten Turnierhut, auf welchem eine rotheKugel liegt und scheint daher mit demselben eines Ursprungeszu sein. Eine Abstammung der noch blühenden Linie zu Breidmarund Tetz giebt Fahne (a. a. 0.) neben anderen das Geschlecht be-treffenden genealogischen Nachweisen. In die Adelsmatrikel derpreussischen Rheinprovinz ist die Familie in die Klasse der Edel-lcute unter No. 10 u. 24 (Carl Siegbert v. Brachel und Franz, Carl,Gertrud, Maria Anna, Cordula und Josephine v. Brackel, Hattorf,Tetz und Haus Busch, 1. Aug. 1829) eingetragen worden, dochsteht derselben nach amtlichen Schreiben der vormaligen kurfürst-lichen Begierimg zu Düsseldorf und anderer Behörden, nach Offi-cierspatenten etc. der freiherrl. Titel zu. Da es übrigens mehreregleichnamige Familien giebt, so ist die hier in Rede stehende mehr-fach von den Schriftstellern mit der niederlündischen, in den Bhein-landen ebenfalls begüterten Familie der Freiherren v. Brackel, dercurländischen Familie v. Brackel etc. verwechselt worden. Die nie-derlündische Familie v. Brackel stammt aus der Burg Brackel aufder Insel Bommel in der Betuwe (Geldern) und führt (Siehmacher,V. 352: v. Braeckel, Burgundisch) in Roth zwei gegen einander