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1 (1855)
Entstehung
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sich zwei gekrönte Holme erheben. Ans dem rechten Helme wächstein im Ellbogen nach rechts gekrümmter, blau bekleideter Arm mitsilbernem Aufschlage hervor, welcher mit der Hand einen goldenenScepter nach oben und einwärts, hält (Helm des Stammwappens),und der linke Helm trägt den Greif des 2. und 3. Feldes. Diellelmdecken sind rechts rotli und golden, links schwarz und golden._ Abdrücke von Petschaften. Adelsb. d. Kgr. Württemb., S. 372(zweifelsohne nach Angaben aus der Familie). Das Wappenb. d.Kgr. Württemb., S. 40 u. No. 148, nimmt statt der Scepter Streit-kolben und slatt der Greife feuerspeiende Drachen an. DasStammwappon der Familie giebt Siebmacher, II. 141: Varnbuler,Schweizerisch. Der Schild ist roth angegeben, die Scepter silbern,und der Arm, welcher den Scepter schrägrechts hält, wächst ausdein Helme empor. Ein zweites Wappen findet sich V. 282: DieVarenhühler, Lindauisches adeliges Geschlecht. Der Schild ist sil-bern, das gekreuzte Wappenbild, welches wie Scepter nicht aussieht,golden, der Arm silbern bekleidet etc.

Württemberg. Altes, ursprünglich .schweizerisches Adelsge-schlecht, welches schon im 12. Jahrhunderte im Bündtner Landeblühte, und namentlich die Schlösser Greiffenberg und Weinsteinbesass. In den Unruhen nach dem Tode des Kaisers Albrecht (um1308) gingen die Güter der Familie in der Schweiz verloren, unddieselbe zog nach Schwaben. Ein Zweig derselben, mit dem Namendes Ulrich Varnbttler v. Greiffenberg und Weinstein, welchen dieChronisten Eipies auratus nennen, liess sich im Stiftsgebiete von St.Gallen, ein anderer in der Reichsstadt Lindau nieder, wo die Spros-sen desselben die ersten Rathsstellen inne hatten. In Württembergliess sich zuerst 1524 der berühmte Tübinger Rechtslehrer undProfessor Nicolaus Varnbüler, Schwiegervater des Ganzlers Enzlin,nieder. Der Sohn desselben, Ulrich V., gest. 1(504, wurde Ober-Raths- und Ehegerichts- Secretair, und spielte während der Staats-verwaltung seines Schwagers eine nicht unbedeutende Rolle. Ganzbesonders berühmt und hoch verdient um Fürst und Vaterlandmachte sich der Sohn des Letzteren, Jobann Conrad, geb. 29. Dec.1595, gest. 10. April 1657, herz, württemb. Geh. Rath, späterObervogt von Leonberg etc. Sehr genaue Nachrichten über dasLeben desselben und über seine grossen Verdienste um die be-kannte württembergische Restitution giebt das Adelsbuch des König-reichs Württemberg, S. 363366. Der dankbare Herzog Eberhardbelohnte ihn 1649 mit dein Lehngute Hemmingen und den dazu