405
v. Stenglin, Freiherren.
Schild geviert mit Mittelschilde. Im silbernen, mit einer fünf-perligen Krone gekrönten Mittelschilde zwei gekreuzte, grüne Pal-menzweige. 1 und 4 von Blau und Gold der Länge nach getheiltmit einem aufwachsenden Manne mit einer Ungarmütze, deren Zipfelnach links hängt, dessen Kleidung rechts golden, links blau ist, undvor dessen Rumpfe sich zwei schwarze Stäbe kreuzen; 2 und 3 inSilber ein grüner Palmbaum. Auf dem Schilde steht eine fünfper-lige Freiherrenkrone, auf welcher drei mit eben solchen Kronenbesetzte Helme sich erheben. Der mittlere Helm trägt zwei aus-wärts gestellte Palmzweige, aus dem rechten wächst der Mann des
1. und 4. Feldes auf, und auf dem linken steht der Palmbaum des
2. und 3. Feldes. Die Helmdecken sind rechts blau und golden,links blau und silbern, und den Schild halten zwei auswärtssehende,goldene Löwen. — Abdrücke von Petschaften aus der Familie. —Dänisches Wappenb., IL Tab. XXXVI. 296. — Suppl. zu Siebm.Wappenb., X. 6. Das Stammwappen (Feld 1 und 4 des freiherrl.Wappens) giebt Siebmacher, V. 365: Die Stenglin, Kemptische ehr-bare Patricier. Der Schild ist von Blau und Gold der Länge nachgetheilt, und der beschriebene halbe Mann schwebt im Schilde. Ausdem gekrönten Helme wächst derselbe zwischen zwei Büffelshörnernauf, von welchen das rechte von Blau, Gold, Blau, das linke vonGold, Blau, Gold quer getheilt ist. — Meklenb. Wappenb., XLVHI.180. — Megerle v. Mühlfeld, Ergzgsbd., S. 104. — v. Hellbach, ILS. 526 u. 527.
Meklenburg, Sachsen. Ursprünglich altes AugsburgischesPatriciergeschlecht, welches vom Kaiser Maximilian I. 1518 denReichsadel erhielt und sich später nach Meklenburg und anderennördlichen Ländern wandte. Die Nachrichten desselben geben bis1480 zurück, und als Stammvater wird Ulrich Stenglin genannt.Philipp Heinrich v. St., k. dän. Kammerherr, wurde vom KaiserFranz L, 22. März 1759, in den Reichsfreiherrenstand erhobenund kaufte sieb in Meklenburg an. — Die Gebrüder, Conrad Phi-lipp Freiherr v. St., Kammerherr, auf Renzow und Hohen-Luckow,und Otto Christian Freiherr v. St. auf Beckendorf, wurden im Jahre1824 in die Meklenburgische Ritterschaft aufgenommen. — Gliederder Familie haben sich auch nach Sachsen gewendet.