Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
396
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v. Seutter (Seutter v. Loetzen), Freiherren;

Schild quer getlieilt: oben in Silber ein rechtssehender, aus-gebreiteter, golden bewehrter, schwarzer Adler; unten in Schwarzeine schwebende, goldene Fischreuse. Auf dem Schilde steht diesiebenperlige Freiherrenkrone, und auf dieser erheben sich zweigekrönte Helme, Der rechte Ilclm trägt einen die Sachsen ein-wärts kehrenden, von Silber und Schwarz mit gewechselten Farbenquadrirten Adlersflug, und der linke auf einem Pfauenschweife (vierFedern oben und eine unten rechts und links) die Fischreuse derunteren Schildeshälfte. Die Hehndecken sind rechts schwarz undsilbern, links schwarz und golden. Wappenb. d. Kgr. Wiirttemb.,S. 36 u. No. 128. Das Adelsb. d. Kgr. Württemb., S. 328, nenntdas Wappenbild einen ovalen Korb, setzt denselben auf dem linkenHelme zwischen vier Pfauenfedern, und giebt die Helmdecken sil-bern und schwarz an. Das Stammwappen findet sich im Wap-penbuche des Königr. Bayern, VIII. 75. Der Adler steht in eineinSchildeshaupte, die Fischreuse im Schilde. Der gekrönte Hehn trägtdie mit sechs Pfauenfedern (3 und 3) besteckte Reuse. Ohne dasSchildeshaupt mit dem Adler findet sich dasselbe in Siebm. Wappenb.,III. 109: Die Scuter v. Lotzen, Schwäbisch. v. Lang, S. 537.v. Hellbach, II. S. 477. Geneal. Taschenb. des deutschen Adels,Jahrg. 1847. S. 474.

Württemberg. Johann Georg v. Seutter, k. württ. Finanz-Director, erhielt vom Ivünige Friedrich von Württemberg, laut Dipl.d. d. Stuttgart, 21. Dec. 1810, für sieb und seine Nachkommen-schaft den Freiherrenstand des Königreichs Württemberg. Alte,ursprünglich schwäbische und zunächst der vormaligen ReichsstadtKempten ungehörige Familie, welche zuerst vom Kaiser Friedrich III.,1491, und später vom Kaiser Carl V., 1532, einen Wappenbrief,vom Kaiser Ferdinand I. aber, 1, März 1559, den Adelstand erhielt.Dieselbe schrieb sich von ihrem Schlosse Loetzen bei Kempten:Seutter v. Loetzen, und verbreitete sich später nach Augsburg,Lindau und Ulm, wo sie zu den angesehensten Geschlechtern ge-hörte und mehreren ihrer Glieder die Regierung dieser Städte über-tragen wurde. Mit Werner v. Seutter, welcher als Rechtsgelehrterund Abgeordneter von Augsburg und Donauwörth mehreren Reichs-und Kreistagen beigewohnt halte, wandte sich die Familie ganznach Ulm, wo dieselbe 1723, in Folge der vom Kaiser Carl VI.,23. Dec. 1716, ertheilten Bestätigung ihres alten adeligen Herkom-