384
herz, württemb. Oberst-Wachtmeisters und Inspectors des herzogl.Schlosses Solitude S. — gest. 9. Mai 1805 zu Weimar, hinterliessaus der Ehe mit Charlotte v. Lengefeld, geb. 22. Nov. 1764, gest.9. Juli 1826, zwei Sühne und zwei Töchter. Der ältere Sohn CarlFriedrich Ludwig v. S. (s. den nachfolgenden Artikel) erlangte denFreiherrenstand des Königreichs Württemberg, der jüngere, ErnstFriedrich Wilhelm v. S., trat in k. preuss. Staatsdienste, wurde k.preuss. Appellationsgerichts-Präsident zu Cöln etc., und findet sichin die Adelsmätrikel der Preuss. Rheinprovinz unter No. 161 ein-getragen. Von den Töchtern vermählte sich Caroline v. S. mit demfürstl. schwarzb.-rudolstädt. Bergrathe Junot, und Emilie v. S. mitdem k. bayer. Kämmerer Adalbert Freiherrn v. Gleichen-Russwurm,Herrn auf Greifenstein etc. — Der ältere Sohn, Carl Freiherr v. S.hat den Mannsstamm fortgepflanzt.
y. Schiller, Freiherren.
Schild geviert: 1 und 4 quer getheilt; oben in Gold ein nachder Rechten aufwachsendes, silbernes Einhorn, unten in Blau eingoldener Querbalken (s. das vorher beschriebene Wappen). 2 und3 in Silber ein schräglinks gestellter, die Spitze nach oben keh-render, schwarzer Pfeil (ohne Gefieder, also richtiger wohl einelange Pfeilspitze). Auf der, den Schild bedeckenden, siebenperligenFreiherrenkrone stehen zwei gekrönte Helme. Der rechte trägt dieschräglinks gestellte Pfeilspitze des 2. und 3. Feldes, und der linke,um welchen sich vor der Krone ein natürlicher Lorbeerkranz schlingt,das aufwachsende Einhorn des 1. und 4. Feldes. Die Helmdeckenblau und golden. — Dieses Wappen ist aus dem im vorigen Artikelbeschriebenen Wappen, so wie aus dem der alten Tiroler FamilieSebiller v. Ilerdern, welche 1601 der Tiroler Landesmatrikel alsadelig einverleibt wurde, zusammen gesetzt. Die eben genannteFamilie führte nach Siebmacher, II. 40, einen der Länge nach ge-theilten Schild: rechts schrägrechts getheilt; oben in Blau ein auf-wachsendes, einwärtssehendes, goldenes Einhorn, unten in Gold einschrägrechter, blauer Balken, und links in Silber eine schräglinks,mit der Spitze nach oben gelegte, schwarze Pfeilspitze, welche letz-tere auf dem rechts mit blau-goldenen, links mit schwarz-silbernenDecken geschmückten, gekrönten Helme aufrecht stand. Der Bei-