Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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ein Lorbeerkranz, auf welchem die Adelskrone steht, aus der dasEinhorn, wie in der oberen Schildeshälfte, aufwächst. Die Ilelm-decken sind innen golden, aussen blau. Adelsdiplom. Abdrückevon Petschaften aus der Familie. Zwei derselben hat Friedrichv. Schiller selbst geführt. Der Abdruck des einen ist von der Fa-milie mit dem Zusätze:Friedrich v. Schillers Siegel nach demAdelsdiplome", der Abdruck des anderen mit dem Zusätze:Fried-rich v. Schillers Handsiegel" versehen. Letzteres ist eben so gross,wie Erstcres, hat aber, statt der Ilelmdecken, zwei herabhängende,blätterreiche Zweige. Der Lorbeerkranz liegt auf diesem sogenanntenHandsiegel deutlich auf dem Helme, und auf dem Kranze steht dieKrone. Auf dem anderen Petschafte umschlingt der Lorbeerkranzdie Krone des Helmes. Das Allianzwappen mit v. Lengefeld zeigtdie beiden Schilde mit einer fünfperligen Krone bedeckt. Adelsb.d. Kgr. Württemb., S. 470, und Wappenb. d. Kgr. Württemb., S.52 u. No. 211. Wappenb. d. Preuss. Rheinprovinz, I. CX1I.Dorst, Allg. Wappenb., I. S. 55.

Sachsen-Weimar, später Württemberg, Preussen,Bayern und Sehwarzburg-Rüdolstadt. Adelsdiplom vomKaiser Franz II. d. d. Wien, 7. Sept. 1802, für denrühmlichstbekannten Gelehrten und Schriftsteller" Johann Christoph FriedrichSchiller, und zwar ingnädigster Rücksicht auf die ehrerbietigstenWünsche Seiner des Herzogs zu Sachsen-Weimar Liebden, wieauch auf die ausgezeichneten seltenen Verdienste" des Erhobenen.Was letztere anlangt, so hebt das Diplom, welches unter der kai-serlichen Namensunterschrift die Worte: vdt F. zu Collorcdo-Mans-feld und Ad Mandatum Sacr. Caes. Majestatis proprium, Peter AntonFreiherr v. Frank ergiebt, unter mehreren anderen auch folgendehervor: Schiller habe, als ordentlicher Lehrer auf der Academie zuJena, mit allgemeinem und seltsamem Beifall Vorlesungen, beson-ders über Geschichte, gehalten; seine historischen sowohl als diein den Umfang der schönen Wissenschaften gehörigen Schriftenwären in der gelehrten Welt mit gleichem, ungetheiltem Wohlgefal-len aufgenommen worden, und unter diesen besonders seine vor-trefflichen Gedichte, welche selbst dem Geiste der deutschen Spracheeinen neuen Schwung gegeben hätten; auch im Auslande würdenseine Talente hoch geschätzt; er lebe seit einigen Jahren als herz,sächs. Hofrath in der Residenz seiner des Herzogs zu Sachsen-Weimar Liebden etc. etc. Friedrich v. Schiller, geb. 10. Nov.1759 in der Stadt Marbach am Neckar Sohn des nachmaligen