Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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381
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v. Hefner, II. 58 u. S. 56 (der Löwe, so wie der Krieger aufdem Ilelmc, hält eine goldene Lilie. Der Krieger wird als Lands-knecht in der gewöhnlichen Tracht dieser Kriegsleute mit Brusl-harnische, blauen, mit Gold unterfütterten Puflärmeln und schwarzemHute mit schwarzen und goldenen Federn gegeben. In der Abbil-dung sind die Federn weiss). Siebmacher, I. 117, Schwäbisch:Die Schertlin v. Hurtenbach, tingirt nach derDeclaration" denSchild und alles Andere, was oben schwarz angegeben wurde, blau,nimmt an den Lilien keine Stiele an, giebt die Aermel als blau mitGelb durchzogen, und setzt auf den blauen Hut des Ritters weisseFedern. Der doppelte Schweif des Löwen ist an den Seiten sicht-bar. v. Meding, III. S. 569: Schärtlin v. Burtenbacli, beschreibtdas Wappen zunächst nach einer Stammbuchzeichnung von 1627.Der Schild und der Löwe verhalten sich, wie oben angenommenwurde, nur wird die Lilie eine doppelte, goldene Lilie genannt.Der Helmschmuck wird, wie folgt, beschrieben: auf dem gekröntenHelme ein alter, sich etwas beugender, wachsender Mann, am Leibegeharnischt und mit goldenen Armen. Er hält mit der Rechteneinen Degen vor sich, als wollte er mit demselben die in der Lin-ken abwärts gehaltene, goldene, doppelte Lilie durchstossen. Seinrundes, krauses Haupthaar und der Bart sind silbern. Auf demHaupte trägt er einen schwarzen, nicht aufgestülpten Hut mit sechswechselweise goldenen und schwarzen Straussenfedern ringsumbesetzt.

Württemberg, Bayern. Der Stammherr der freiherrlichenFamilie Schertel v. Hurtenbach ist Sebastian Schertet v. Burtenbacli,geb. 1496 zu Schorndorf, gest. 1577, welcher zu seiner Zeit einsehr bekannter Krieger war und schon 1524, nächst Frundsberg,für einen der tapfersten Ritter im kaiserlichen Heere galt. KaiserCarl V. schlug denselben 1532 zum Ritler und erhob ihn, 4. Mai1534, wegen seiner getreuen, redlichen und nützlichen Dienste fürsich und seine Erben in den Stand und Adel der recht- und adel-geborenen Lehens-Turniers-Genossen und rittermässigen Edelleute.Im Jahre 1532 erwarb Sebastian v. S. die Herrschaft Burtenbacli,führte in derselben die lutherische Lehre ein, und war als eifrigerProtestant Mitglied des schwäbischen Bundes. Ueber die Unfälle,die ihn als solches trafen, giebt das Württ. Adelsbuch nach Holz-schuher Näheres an. Später versöhnte er sich wieder mit dem Kaiserund erhielt 1553 Burtenbacli zurück. Durch Besitz von Burten-bacli gelangte die Familie 1532 in den Verband der reichsfreien