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1 (1855)
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schwarzer Doppeladler ruht. Die beiden Ilelme sind mit könig-lichen Kronen besetzt und tragen auf letzteren drei silberne Straus-senfedern. Die Decken des rechten Helmes sind schwarz und gol-den, die des linken roth und silbern. Abdrücke von Petschaften. Wappenb. d. Kgr. Bayern, IV. 3. v. Wülckern, 4. Abth.v. Hefner, II. 58 u. S. 56. v. Lang, Nachtr., S. 25. v. Hell-bach, IL S. 396 u. 397.

Bayern. Ferdinand Gerbard v. Scherer, kurbayer. Oberst-Lieutenant, erhielt vom Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz,1. Oct. 1790, den Freiherrenstand. Derselbe stammte aus einerbayerischen Adelsfamilie, welche vom Kaiser Leopold I., 12. Febr.1674, den Adelstand erhalten hatte. Die Familie ist, mit Kaisen-berg begütert, in die Adelsmatrikel des Königreichs Bayern einge-tragen worden.

Schertel v. Burtenbaeh, Freiherren.

Im schwarzen Schilde ein sitzender, vorwärtssehender, goldenerLöwe, welcher in der rechten Vorderpranke einen, den Bart nachoben und rechts kehrenden, silbernen Schlüssel, in der linken einemit den Wurzeln ausgerissene, goldene Lilie hält. Auf dem Schildesteht, eine fiinfperlige Freiherrenkrone, auf welcher sich ein gekrön-ter Helm erhebt, aus welchem ein vorwärtssehender Krieger mitBrustharnische und schwarz und golden gestreiften Aermeln auf-wächst. Derselbe trägt auf dem Kopfe ein grosses, schwarzes Barettmit acht wechsclsweise goldenen und schwarzen Federn, und hält inder Rechten vor sich schräglinks ein blankes Schwert, während dieLinke ausgestreckt ist, und eine goldene Lilie, wie die im Schilde,trägt. Die Helmdecken sind schwarz und golden. Abdrücke vonPetschaften. Wappenb. d. Kgr. Württemb., S. 37 u. No. 131.Das Adelsb. d. Kgr. Württemb., S. 321, gieht den LOwen als dop-pelt geschweift und bekleidet den gepanzerten Mann mit einemhermelinartigen Rocke. Das Wappenb. d. Kgr. Bayern, IV. 3,lässt den doppelten Schweif des Löwen (welcher im Württemberg.Wappenbuche nur seitlich angedeutet, in der Beschreibung abernicht erwähnt ist) deutlich vortreten, und legt den einen Schweifrechts, den anderen links vorn über die Hinterpranken. Der Rittererscheint, wie oben angenommen wurde. v. Wülckern, 4. Abth.