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1 (1855)
Entstehung
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376
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Württemberg. Eins der iiitesten ulmischen Adelsgeschlech-ter, als dessen ältester Ahnherr Bertold Schad, Ritter, genanntwird, welcher in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts lebte undHauptmann des Grafen Eberhard von Württemberg war. MarquadScbad, Vogt zu Grimburg, kommt 1199 urkundlich vor. Diezusammenhängende Stammreihe beginnt mit dem Edlen Jacob Schad,gest. 1466, welcher 1440 die Herrschaft Mittelbiberach kaufte, vonwelcher er und seine Nachkommen sich Schad von Mittelbiberachnannten und schrieben. Ausserdem besass die Familie noch vieleandere Güter. Mittelbiberach und Kesselburg kamen 1596, nachdem Tode des Ulmer Bürgermeisters Bernhard v. S., an dessen Ge-mahlin , Veronica Speth v. Zwiefalten und von dieser durch dieTöchter an die Familie v. Neuhausen und an die Freiherren v. Ulm.Hie früheren Sprossen des Geschlechts haben sich theils fast aus-schliesslich dem Dienste der Vaterstadt gewidmet und in diesem sichgrosse Verdienste um Ulm erworben, theils auch in kaiserlichenAemtern und Würden gestanden. Von denselben ist hier vor Allenzu nennen: Johann Jacob v. S., ulmischer Patriciatslierr und kai-serlicher Rath, Doctor der Rechte, welchen Kaiser Wenzcslaus,11. August 1385, um seiner, dem Kaiser und Reich geleistetenDienste willen, in den Reichs-Adclstand erhob. Johann Philipp v.Schad, Ritter und kaiserlicher Rath, wie auch Oberstsilberkämme-rer und erster Landvogt der Markgrafschaft Burgau, erhielt vomKaiser Carl V., 29. Oct. 1552, einen Adels- und Wappen-Bestäti-gungsbrief, in welchem das Wappen so verändert sein soll, wiedasselbe jetzt noch geführt wird: eine Annahme, welche freilich mitden Angaben nicht stimmt, welche oben bei der Beschreibung desjetzigen Wappens gemacht worden sind. Albrecht v. S., gest. 1582,und Jobann v. S., gest. 1634, Sohn und Vater, waren nach einan-der Bürgermeister zu Ulm. Der Sohn des Letzteren, Johann JacobFreiherr v. S., k. k. Geh. Rath, Bürgermeister und Rath&älterer zuUlm, wurde vom Kaiser Ferdinand III. 1635 mit seinen Nachkom-men in den Freiherrenstand erhoben, doch haben diese des frei-herrlichen Titels sich nicht bedient. Daniel v. S., gest. 1608,war 1572 Bürgermeister und 1577 Rathsälterer, und durch seineSöhne, Hans Jacob und Conrad, theilte sich die Familie in die nochblühenden zwei Linien, welche sich früher nach den Stiftern nann-ten, später aber den. Namen erste, oder ältere, und zweite, oderjüngere, führten. Die erste Linie blühte neuerlich nur noch imweiblichen Stamme. Diese erste Linie stand durch den früheren