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Wollersheim im jülichschen Amte Nidecken stammendes Adelsge-schlecht, welches später in das Kurcölnische, die Stadl Cöln, dasBelgische, nach Schlesien und neuerlich nach Bayern und Oester-reich gekommen ist. Die urkundliche Stammreihe beginnt mitWittig Proff von Gottingen (1380 —1435). Von den Nachkommendesselben erhielt Johann Gottfried Proff v. Menden vom KaiserLeopold I., laut Dipl. vom 5. Juli 1675 (neu ausgefertigt 25. Juni1746), das mütterliche Wappen derer v. Menden, genannt v. d.Brüggen, mit seinem Stammwappen vereinigt, und der Enkel des-selben, Peter Joseph, kurpfälz. Hofrath, wurde laut Diploms d. d.Wien, 21. Juni 1746, in den Reichsritterstand versetzt. Von Letz-terem stammte der oben genannte Freiherr Johann Franz Joseph,gest. 11. April 1799, welcher nach Abgang des anverwandten Ge-schlechts v. Holtorp zu Irnich (die Gemahlin desselben, Adrianev. Mosbach, genannt Breidenbach, war die Tochter der Letzten desalten Holtorpschen Geschlechts) dessen Güter, Namen und Wappenerbte. — Die Familie ist in die Adelsmatrikel der Preuss. Rhein-provinz unter No. 85, so wie des Königreichs Bayern eingetragen.
Prokesch. v. Osten, Freiherren.
Schild mit Schildeshaupte; im blauen Schilde ruht auf golde-ner Unterlage ein goldener, männlicher Sphinx ägyptischen Stylesmit Brust- und Rückendecke, Bart und dem Ureus als StirnbandUber dem Hauptschmucke (zur Erinnerung an AegypLen); und imgoldenen, sechsmal nach unten gespitzten Schildeshaupte steht dasrotlie Krückenkreuz von Jerusalem, von vier dergleichen kleinenrolhen Kreuzen beseitet (zur Erinnerung an das gelobte Land).Ueber der Freiherrenkrone erheben sich zwei gekrönte Helme. Derrechte Ilelm trägt einen sitzenden, antiken, aus rothem Granit ge-hauenen Greif mit offenen, silbernen Flügeln und aufwärts gekehr-tem Schweif, in der linken Kralle die k. österreichische Flagge hal-tend; aus dem linken Helme wächst Pallas-Athene mit Hehn, Speerund Schild empor. Letzteres ist mit dem Medusenhaupte in erha-bener Goldarbeit belegt. Die Decken des rechten Helmes sind rotliund golden, die des linken blau und golden. Als Schildhalterstehen auf einer unter dem Schilde befindlichen Arabeskenverzie-rung rechts ein Löwe allägyptischen Styles, und links ein antiker