Druckschrift 
1 (1855)
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193
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815. v - Hellbach, I. S. 531. Die Supplemente zu SiebmachcrsWappenb., V. 22, theilen den Schild von Gold und Roll), tingiren dasKleid der Jungfrau rechts golden und roth, an den Aernieln aberauswärts roth und einwärts golden und zeigen die Helmdecken gol-den und roth. Abdrücke von Petschaften ergeben alle die ver-schiedenen, bisher erwähnten Farben, ja der Schild kommt auchvon Schwarz und Silber getheilt vor, und die Jungfrau ist dann indiese gewechselten Farben gekleidet. Nach dem Dresdner Calender(1848. S. 162) ist der Schild von Roth und Silber getheilt.

Sachsen. Altes lausitz.-sächs. Geschlecht, dessen Ahnherr,Matthias H., 1 125 zu Mainz zum Ritter geschlagen wurde, weil der-selbe dem Kaiser Lotbar dem Sachsen das Leben gerettet habensoll. Die Familie führte, wie Val. König angiebt, anfangs den Schild,wie oben zuerst beschrieben, und auf dem Helme drei ausgebreiteteStraussenfedern, schwarz, roth, schwarz. Kaiser Friedrich I. setztezu letzteren noch auf jede Seite eine blaue Feder. So wurde dasWappen 140 Jahre geführt, bis Kaiser Ludwig von Rayern fürFriedrich v. II. dasselbe so verbesserte, dass, statt der fünf Federn,auf den Helm eine aufwachsende Jungfrau mit verdeckten Armenund die Rrust mit den drei Rannen des Schildes belegt, gesetztwurde. So blieb das Wappen 360 Jahre, bis Kaiser Rudolph IL,27. März 1598, für Georg v. IL ein Erneuerungsdiplom mit noch-maliger Wappenverbesserung ausfertigen liess. Gemäss letzterer istoben das Wappen angeführt worden. Die Familie ist in Sachsenund der Lausitz begütert.

v. Hellermann.

Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein an dieTheilungslinie angeschlossener, halber, goldgekrönter, schwarzerAdler mit goldenem Schnabel und Klauen, roth ausgeschlagen erZunge und goldenem Kleestengel in dem ausgebreiteten Flügel;links in Rlau ein breiter, silberner Querbalken, welcher oben vonzwei sechsstrahligen, goldenen Sternen, unten aber von einem der-artigen Sterne begleitet wird. Auf dem Schilde steht ein gekrön-ter Ilelm, aus welchem, zwischen zwei von Gold und Blau mit ge-wechselten Farben quer getheilten BülTelshörnern, von den Knieenan ein vorwärtssehender, geharnischter Mann aufwächst, welcherm der Rechten ein blosses Schwert nach oben und einwärts hält,' 13