Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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141
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v. Engelhart (Engelhardt), auch Freiherren.

Schild (juer getheilt: oben in Blau ein vorwärtssehender, auf-wachsender Engel mit goldener Krone und goldenen Flügeln, mitder Rechten ein Schwert emporhaltend; unten in Roth drei schräg-rechte, goldene Balken. Aid' dem Schilde steht ein gekrönter Hehn,aus welchem, wie im Schilde, der Engel aufwächst. Die Helm-decken sind blau, roth und golden. Abdrucke von Petschaften.

Zeichnung aus der Familie aus der zweiten Hälfte des 17. Jahr-hunderts. Siebmacher, II. 53. Suppl. zu Siebm. Wappcnb.,XII. 19 (nimmt schräglinke Balken an). Sinapius, I. S. 350 u.11. S. 612. Gauhe, I. S. 377. Ilupel, Material. 1788. S. 227.

N. Preuss. Adelslexic., II. S. 132 u. 133.

Preussen, Oesterreich. Alte, ursprünglich schweizerischeAdelsfamilie, welche aus der Schweiz nach Schlesien und dann nachLiefland, Curland, Oesterreich kam. Hans Engelhardt, der Lange,oder Aeltere genannt, verliess um 1380 die Schweiz und kauftebedeutenden Grundbesitz in der Grafschaft Glaz, und später erwarbdie reiche Familie die Herrschaft Schnallenstein. Kaiser Ferdinand I.und Kaiser Maximilian 1. vermehrten, Ersterer durch Diplom vom10. Dec. 1558, Letzterer durch Erlass vom 19. Dec. 1573, dasFamilienwappen, Kaiser Rudolph II. aber liess unter dem 4. Mai1597 ein neues Ane.rkennungsdiplom des alten Adels ausfertigen.Wenn auch die Familie im Breslauschcn, Oelsschen, Briegschenund Schweidnitzschen etc. begütert wurde, so schrieb sich dieselbedoch noch lange: v. Engelhardt und Schnallenstein. Aus der,vor länger als zweihundert Jahren nach Oesterreich gezogenen Li-nie wurde Vincenz v. Engelhart und Schnallenstein (nicht v. Schnel-lenstein, wie Meg. v. Mühlfeld, Ergzgsbd., S. 55, angieht) vom KaiserJoseph II., 1772, in den erbländischen Freiherrenstand erhoben. Dasdemselben verliehene Wappen findet sich in den Suppl. zu Siebm.Wappenb., VI. 21 : Der Schild ist geviert mit Mittelschilde, welcherletztere das Stammwappen zeigt. 1 und 4 in Gold ein einwärts-sehender, golden bewehrter, schwarzer Adler; 2 und 3 in Blau aufgrünem Boden ein vorwärtssehender, gekrönter Engel, welcher inder Rechten ein Schwert hält, die Linke aber in die Seite setzt.Den Schild bedeckt eine fünfperlige Freiherrenkrone, auf welchersich drei gekrönte Helme erheben. Der mittlere trägt den auf-wachsenden Engel der oberen Hälfte des Stammwappens, der rechteden Adler des 1. und 4. Feldes, und der linke zwei silberne Büf-