Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
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S. 95 u. 96, nimmt im I. und 4. Felde rechts, statt einer halbenLilie, die Hälfte einer blauen Hellebarde mit goldenem Bunde an,und nennt die Rosen: Ilainrosen.

Württemberg und Bayern. Die Familie leitet mit ziem-licher Wahrscheinlichkeit ihre Abstammung von der römischen Fa-milie Cotta her, welche ein Zweig der Gens Aurelia war und auswelcher Aurelia Cotta, die Mutter des Julius Cäsar, stammte. Diegeschichtlich bekannte Reihe der Cotta, auf welche der Stammbaumsich stützt, beginnt mit Arderico Cotta, von 926 948 Erzbischofzu Mailand. Schon um diese Zeit gehörte das Geschlecht zu denältesten der Lombardei. Kaiser Sigismund verlieh 1420, als dieFamilie sich nach Sachsen begab und die Güter Cotta und Cot-tendorf erwarb, derselben einen Wappenverbesserungsbrief. Vonden beiden sächsischen Zweigen erlosch der eine, der ältere zuHartembergsthal und Gebstadt, 1733, der jüngere verpflanzte sichauch nach Schwaben und Bayern. Zu besonderem Ansehen ge-langte die Familie durch Johann Friedrich Freiherrn v. Cotta, gest.29. Dec. 1832, k. bayer. Kämmerer, Geh. Rath etc., einen derberühmtesten Buchhändler Deutschlands. König Friedrich I. vonWürttemberg bestätigte, 24. Nov. 1817, das alte Herkommen derFamilie, und in Folge einer Anerkennungs- und Bestätigungsurkundevom Könige Maximilian Joseph von Bayern, d. d. 4. Sept. 1822,wurde dieselbe in die Freiherrenclasse der Adclsmatrikel des Kö-nigreichs Bayern einverleibt.

v. Crailsheim (Creilsheim), Freiherren.

Im schwarzen Schilde ein goldener Querbalken. Auf demSchilde steht eine fünfperlige freiherrliche Krone, und auf dieserein gekrönter Helm, welcher zwei, mit einem goldenen Querbalkenbelegte, schwarze Biiffelshürner trägt, zwischen welchen ein rothesKissen mit vier goldenen Quasten so gestellt ist, dass eine Quasteauf der Krone des Helmes auf-, die andere gegenüber in die Höhesteht, während die anderen beiden die innere Fläche der Hörnerberühren. Die Helmdecken sind schwarz und golden. Abdrückevon Petschaften. Wappenh. des Königreichs Bayern, II. 79.v. Wölckern, 2. Abth. S. 167 u. 168. Wappenh. d. Kgr. Würt-temberg, S. 27 u. No. 79. Tyrolf, II. 22 (der Helm ist mit einer