In der Mark kommt das Geschlecht schon in der ersten Hälfte des14. Jahrhunderts vor. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wendetesich die Familie nach Ostpreussen, wo dieselbe bedeutenden Grund-besitz erwarb, welcher der Familie noch jetzt zusteht.
v. Breitschwert, Freiherren.
Schild quer getheilt: oben in Gold ein aufwachsender, rechts-gekehrter, doppelt geschweifter, goldener Löwe mit rother ausge-schlagener Zunge, welcher mit beiden Vorderpranken ein breites,nach einwärts und oben gerichtetes Schwert hält; unten in Schwarzeine goldene, heraldische Lilie. Auf dem Schilde steht ein gekrön-ter Helm, aus welchem, zwischen zwei von Gold und Schwarz mitgewechselten Farben quer getheilten Biiffelshörnern, aus deren Mün-dungen eine goldene Lilie halb hervorreicht, der Löwe, wie in deroberen Schildeshälfte, aufwächst. Die Ilelmdecken sind schwarzund golden. — Wappenb. d. Kgr. Württemberg, S. 25 u. No. 73.— Das Adelsb. d. Kgr. Württemberg, S. 159, gieht die Hörner aufdem Helme als schwarz und gelb tingirte, an den Spitzen mit gol-denen Lilien besteckte Börner.
Württemberg. Christian Johann Ludwig v. Breitschwert,k. württemb. Staatsrath, wurde vom Könige Friedrich I. von Würt-temberg, 29. Nov. 1824, in den Freiherrenstand des KönigreichsWürttemberg erhoben. — Alte, früher zu der schwäbischen freienReichsritterschaft gehörende, aus Württemberg stammende Adels-familie, welche früher namentlich durch Lucas v. B. zu hohem An-sehen kam. Derselbe begleitete den Kaiser Sigismund auf das Con-stanzer Concilium, zeichnete sich im Heere der Kaiserlichen, wäh-rend des Krieges gegen die Hussiten, rühmlichst aus und wurdevon demselben zum Bitter geschlagen. Die gleiche Standeserhühungertheilte Kaiser Rudolph II., 27. Juli 1594, den vier Urenkeln des-selben, Veit Leonhard, Veit dem Jüngeren, Hans und Werner, wel-che am kaiserlichen, so wie am herzoglich württembergischen Ilofein wichtigen Civilämtern standen.