Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
63
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In der Mark kommt das Geschlecht schon in der ersten Hälfte des14. Jahrhunderts vor. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wendetesich die Familie nach Ostpreussen, wo dieselbe bedeutenden Grund-besitz erwarb, welcher der Familie noch jetzt zusteht.

v. Breitschwert, Freiherren.

Schild quer getheilt: oben in Gold ein aufwachsender, rechts-gekehrter, doppelt geschweifter, goldener Löwe mit rother ausge-schlagener Zunge, welcher mit beiden Vorderpranken ein breites,nach einwärts und oben gerichtetes Schwert hält; unten in Schwarzeine goldene, heraldische Lilie. Auf dem Schilde steht ein gekrön-ter Helm, aus welchem, zwischen zwei von Gold und Schwarz mitgewechselten Farben quer getheilten Biiffelshörnern, aus deren Mün-dungen eine goldene Lilie halb hervorreicht, der Löwe, wie in deroberen Schildeshälfte, aufwächst. Die Ilelmdecken sind schwarzund golden. Wappenb. d. Kgr. Württemberg, S. 25 u. No. 73. Das Adelsb. d. Kgr. Württemberg, S. 159, gieht die Hörner aufdem Helme als schwarz und gelb tingirte, an den Spitzen mit gol-denen Lilien besteckte Börner.

Württemberg. Christian Johann Ludwig v. Breitschwert,k. württemb. Staatsrath, wurde vom Könige Friedrich I. von Würt-temberg, 29. Nov. 1824, in den Freiherrenstand des KönigreichsWürttemberg erhoben. Alte, früher zu der schwäbischen freienReichsritterschaft gehörende, aus Württemberg stammende Adels-familie, welche früher namentlich durch Lucas v. B. zu hohem An-sehen kam. Derselbe begleitete den Kaiser Sigismund auf das Con-stanzer Concilium, zeichnete sich im Heere der Kaiserlichen, wäh-rend des Krieges gegen die Hussiten, rühmlichst aus und wurdevon demselben zum Bitter geschlagen. Die gleiche Standeserhühungertheilte Kaiser Rudolph II., 27. Juli 1594, den vier Urenkeln des-selben, Veit Leonhard, Veit dem Jüngeren, Hans und Werner, wel-che am kaiserlichen, so wie am herzoglich württembergischen Ilofein wichtigen Civilämtern standen.