62
S. 90 u. 91 und Tab. XXXIII. — Micrael, S. 469, sagt mit Elzow:Brcdcrlow, ein altes Gescblecbt in Pommern und der Mark, führtdrei Negelblumen (Nelken) oder Rosen aus einem dürren Aste, undauf dem Helme eine Jungfrau mit Plumasen. — Siebmaeber giebtzwei Abbildungen. In der ersten (I. 171) liegt ein oben drei-,unten einmal geasteter Stamm oder Stock quer nach rechts etwaserhöht, den Helm bedeckt ein Wulst, und die Jungfrau hält denKranz. Die „Declaration" giebt den Stock als holzfarben und dieBlumen auf demselben an zweiblätterigen Stielen als rothe Bosen,die Straussenfedern auf dem Kopfe der Jungfrau roth, gelb undweiss, und Bausch und Ilelmdecken roth und weiss. Die zweiteAbbildung (III. 165) zeigt einen, an den Enden gerade abgeschnit-tenen, dürren Stock oder Zweig quer, doch nach links etwas er-höht. Der Stock ist, wie oben erwähnt, geastet, und neben jedemder drei oberen Astlöcher wächst eine rothe Nelke an einem zwei-blältcrigen, langen Stengel auf. Der Helmschmuck stimmt ganz mitdem oben Angeführten. — Brüggemann, I. 147, giebt den Schildblau an, besteckt den Kopf der Jungfrau mit drei goldenen Feder-büschen und tingirt die Helmdecken blau, roth und silbern. —v. Meding, III. S. 79 u. 80, nimmt nur auf Micrael und SiehmacherRücksicht. — Das N. Prcuss. Adelslexic. giebt I. 303 das Wappen-bild als grünen Ast mit drei rothen Rosen, und setzt auf den Helmeine rothe Jungfrau mit drei Federbüschen, roth, silbern, golden,welche die Hände über den Kopf hält und lange, herabhängendeHaare hat. Die Helmdecken sind blau, roth, silbern. Bd. V. S. 72ist aber angeführt, dass die Jungfrau auf dem Helme mit den Hän-den einen Rosenkranz auf ihrem Haupte halte, aus welchem dreiStraussenfedern, roth, silbern, golden, hervorgehen, und dass dieHelmdecken nur silbern und roth sind. — Gauhe, I. S. 246. —v. Hellbach, I. S. 183. — Freih. v. Ledebur, I. S. 100 u. 101. —Ein v. Ragmihl im Pomm. Wappenb., I. Tab. XXXVI, gegebenesUrkundensiegel des Jacob v. Breterlo von 1435 zeigt im Schildeeinen rechten Schrägbalken, aus welchem im rechten Oberwinkelein sich in drei Theile theilender, beblätterter Stengel hervorgeht,deren jeder eine vierblätterige Rose trägt. Mit diesem Siegel stim-men mehrere des 15. und 16. Jahrhunderts überein.
Preussen. Alte, urkundlich zuerst 1435 vorkommende, pom-mersche Adelsfamilie, welche früher Brederlo, Breterlo, Brederlau,Brudelau und Bryderlo geschrieben, und nach Micrael aus Branden-burg, nach Anderen aber aus Sachsen und Hannover gekommen ist.