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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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In Damiette, wo mein Aufenthalt sich bis zum 27sten Mai verzögerte,wohnte ich bei Herrn Basil Fakr , einem geborenen Levantiner, Consulund Consularagenten von sechs europäischen Mächten, einem höchst recht-schaffenen, unterrichteten und wohlthätigen Manne. Er hat mehrere franzö-sische und italienische Werke mit glücklichem Erfolg ins Arabische über-setzt, und geniefst hei Christen und Maliomedanern allgemeine, verdienteAchtung. Durch ihn machte ich die Bekanntschaft des Aga und Comman-danten von Damiette, so wie des Oberhaupts der Religion, beides wackere,vorurtheilsfreie Männer, die den Christen und Franken eben so freundlichaufnehmen, wie den rechtgläubigen Türken.

Die Stadt Damiette liegt sehr anmuthig in Gestalt eines halben Mondesam Nil, und gewährt durch die über einander sich erhebenden kleinen Ter-rassen und die Lebhaftigkeit der Schiffahrt einen sehr erfreulichen Anblick,der an den grofsen Kanal von Venedig erinnert. Die Zahl der Einwohnermag etwa 15,000 betragen, unter denen sich einige hundert Kopten, Arme-nier und Griechen, und etwa 300 jüdische Familien befinden. Der Handelgeht hauptsächlich nach Syrien und der Levante, besonders wird viel Kaffee,Linnen und R.eis ausgeführt, den man in der Umgegend der Stadt häufigbaut, wodurch die Luft indefs sehr verdorben wird. Man gewinnt auch vielGetreide, das aber, wie alles ägyptische, sehr kleinkörnig und trocken ist;weshalb es zweckmäfsig seyn würde, von Zeit zu Zeit durch europäischesSaatkorn das einheimische Getreide zu veredlen. Für Seide und seideneZeuge geht auch viel baares Geld nach Syrien.

Vor allen Gegenden Aegyptens zeichnet die von Damiette sich durchFieichthum an Bäumen aus, wodurch sie höchst reizend und freundlichwird. Palmen, Orangen, Sykomoren, Oliven, Bananen, Cassia- und andereBäume schmücken die Gärten. Der Boden ist aufserordentlich fruchtbar;wenn die Luzerne vier- bis fünfmal geschnitten ist, wird das Feld nochgebrochen, mit Palmenstämmen, die an zwei Stricken befestigt sind, geeb-net, und mit Reis besäet. Sonst wurde auch viel Zuckerrohr gebaut, aberdas jährlich weiter übertretende Seewasser schadete den Pflanzungen, so dafs