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haben dürften. Einzelne mit Hieroglyphen bedeckte Säulenstücke aus rothemund schwarzem Granit, die zu dem verjüngten oberen Theil der Schaftegehört zu haben scheinen, hatten beinah 4 Fufs im Durchmesser. Tafel XXIX.Fig. 1. bis 6. sind einige Fragmente dieses Tempels, die mir besonders auf-fielen, gezeichnet.
Leider verstattete die Kürze meines Aufenthalts mir keine genaue Unter-suchung; kundige Reisende würden durch Beschreibung und Darstellungdieser Trümmer sich ein grofses Verdienst erwerben, und an wenigen Stel-len Aegyptens dürften Nachgrabungen wünschenswerther und belohnenderseyn. Räthselhaft aber ist es, durch welche Gewalt diese bewundernswür-digen Trümmer in so wilder Unordnung durch einander geworfen wurden,als wäre der Tempel durch eine künstliche Explosion oder durch ein Erd-beben zusammen gestürzt; denn so kann nicht die Zeit oder die gewöhn-liche Zerstörungslust der Menschen gewüthet haben, da die einzelnen Theileund die sie schmückenden Bildwerke durchgängig sehr wohl erhalten sind.Im Alterthum stand hier das Oppidum Isidis, welches von Plinius und Ste-phanus von Byzant erwähnt wird *).
Wir erreichten dann Mansura, wo ich einige Stunden verweilte, dadieser Ort durch die Niederlage und Gefangennehmung Ludwigs IX. merk-würdig ist, und fuhren darauf Farescone vorbei, wo der unvorsichtig kühneAngriff der Tempelherren, dessen schwer errungene Vortheile Ludwig nichtzu benutzen verstand, jene Katastrophe herbeiführte.
*) Dafs ein nur von zwei Geographen, und sonst von keinem alten Schriftsteller erwähnterOrt einen solchen Tempel enthalten habe, ist nicht wahrscheinlich, obgleich diese Meinung durchJ' Anville 1 s Autorität die allgemeine geworden ist. Nach Ilerodot lag der prächtigste allerIsistempel, bei welchem das Volk zu dem gröfsten Landesfest, der Isistrauer, aus ganz Aegyptenzusammenströmte, zu Busiris (Herodot. II, 40. 59. 61.J, und nichts scheint der Annahme entge-gen zu stehen, dafs die Ruinen bei Bohbait dem alten Busiris angehören, dessen Lage in der Mittedes Delta angegeben wird, wo diese prächtigen Trümmer wirklich sich finden. Vielleicht ist auchdas Iseurn des Sc ephanus und das Isidis oppidum, welches Plinius unmittelbar neben Busirisnennt (H. N. V, 11.), nichts anderes als jener berühmte Isistempel selbst. Die Stadt Busiris wurdevon Diocletian zerstört. Man s. die Erklärung der XXIXsten Tafel.