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[Hauptbd.] (1824)
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bedeute das künftige Leben x ). Als Zeichen des Heils und der Rettung fandman es auch in einer Prophezeiung des Ezechiel, wo die, welche demVerderben entrinnen sollen, nach der lateinischen Vulgata, mit einem Thauan ihrer Stirne bezeichnet werden 2 ); bei welcher Uebersetzung, oder viel-mehr Beibehaltung des ursprünglichen Wortes, Hieronymus sich auf dieälteste Form jenes Buchstabens beruft, wie sie wirklich auf phönizischenMünzen vorkommt.

Allein ungeachtet seiner Aehnlichkeit mit dem Buchstaben T des frü-hesten wie des jetzigen Alphabets, ist dieses Zeichen unstreitig älter als alleBuchstabenschrift. Hier bietet nun ein griechisches Symbol, das man inseinem Zusammenhange mit jenem ägyptischen nicht genug beachtet zuhaben scheint, uns einen willkommenen Aufschlufs. Die Griechen legenmehreren ihrer Götter in mystischer Beziehung einen Schlüssel bei (3-goixAund einen Schlüssel führten auch die Priesterinnen der Ceresals Zeichen ihrer Würde 3 ). In älterer Zeit geschieht desselben nur seltenErwähnung, Aeschylus nennt Minerva die Schlüsselführerin der HeergerätheJupiters 4 ), Euripides den Eros den Kleiduchen der Lagerstätten Aphroditens s ).Häufiger wird er von Späteren erwähnt, theils weil die Religion immer mehrAusländisches aufnahm, und die griechischen Schriftsteller sehr oft nichtmehr Hellenen, sondern Aegypter, Syrer und Phönizier waren, theils auchweil durch Indiscretion der Geweihten ein mystisches Symbol nach demanderen aus dem Geheimnifs hervortrat. Nirgends aher kommt der Schlüsselöfter vor, als in den orpliischen Hymnen, die, wenn gleich zum Theil inspäter Zeit, doch offenbar zum Gebrauch bei den Mysterien gedichtet wur-den. Dort nun führt Eros den Schlüssel des Weltalls 6 ), und wie er auch

1) Rufinus Hist. Eccles. II, 29. und aus ihm Socrates V, 17. und Sozomen. VII, 16.

2) Ezech. IX, 4. Et signa thau super frontes virorum gementium. Ibid. v. 6. Orru-nem axitem, super quem videritis thau, ne occidatis. Man sehe die Bemerkungen von Grotiusund Michaelis zu dieser Stelle; jener stimmt im Wesentlichen dem Hieronymus bei.

3) Callim. hymn. in Cer. 45. 4) Aeschyl. Eumen. 827. 828.

5) Eurip. Hippolyt. 542 — 544. 6) Hymn. Orph. LVII1.