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der griechischen Satyrschweife zu sehen geglaubt; allein in den Katakombenfindet man noch jetzt solche Gürtel aufbewahrt, deren feierliche Anlegung,wie bei den Persern und Indern, vielleicht symbolische Bedeutung hatte.Sie sind aus feinem, dreifach gefaltetem Leder, mit aufgeprefsten Hiero-glyphen bezeichnet und bisweilen vergoldet; mehrere derselben befanden sichbei dem verloren gegangenen Theil der Sammlung, nur ein unbedeutendesStück ist gerettet. Die Tracht der Frauen besteht in einem eng anliegendenLeibrock, der bis auf die Knöchel reicht. Die grofse Haube bezeichneteigentlich die vermählte Frau x ), hat aber auch symbolische Bedeutung,weshalb bisweilen Priester und Geweihte sie tragen, so wie alle Mumien ausaltägyptischer Zeit. Was von Waffen in unsern Bildwerken sich erhaltenhat, einige Helme nämlich, scheint von Erz und zweckmäfsiger Form. DieBewaffnung der Aegypter wird überhaupt als sehr vollkommen geschildert 2 );nach Herodot hatten die Griechen von ihnen die Gestalt der Helme undSchilde entlehnt 3 ); die ägyptische Lanze war von sehr festem Holz und vonungewöhnlicher Länge.
Noch ein Zeichen darf hier nicht übergangen werden, das, wegen seineshäufigen Vorkommens in ägyptischen Denkmälern, zu fast endlosen Vermu-thungen Anlafs gegeben hat; ich meine den mystischen Schlüssel, der auchhier in den Händen fast aller Gottheiten und Priester erscheint. Bei heid-nischen Schriftstellern geschieht desselben nirgends Erwähnung, ein Beweis,dafs er nur den Geweihten bekannt wurde. Als aber gegen das Ende desvierten Jahrhunderts auf Befehl Theodosius des Grofsen der Tempel desSarapis in Alexandrien zerstört wurde, kam auch dies Zeichen an das Lichtund veranlafste sehr merkwürdige Erörterungen. Die Christen glaubten einwahres Kreuz darin zu erblicken, und bezogen es auf den Heiland, als eineselbst den Heiden gewordene prophetische Verkündigung desselben; dieHeiden dagegen behaupteten, es sey ein uraltes Symbol ihrer Religion und
1) 1. Corinth. XI, 5. 10. 13.
2) Xenoph. Cyropaed. VII, 1. 17. 3) Herodot. IV, 180.