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[Hauptbd.] (1824)
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Hekate und Prothyräa T ), Aidoneus den Schlüssel der Unterwelt 2 ), Proteusden Schlüssel des Meeres 3 ), der Genius den Schlüssel der Trauer undLust 4 ). Der Sinn ist sonach klar: der Schlüssel bezeichnet bei jedem Gottden Kreis seiner Herrschaft, und erhält seine nähere Bedeutung erst durchdie Hand die ihn führt. Bei der Cerespriesterin aber ist er das Symbol derWeihe, der Bewahrung der Geheimnisse und des göttlichen Schutzes.

Dies alles gilt nun auch von dem ägyptischen Zeichen, und nur aufdiese Weise gefafst, wird das beständige Vorkommen desselben erklärlich.In der Hand des Hermes ist es der Schlüssel der Weisheit, bei Ammon undOsiris Nil- und Jahresschlüssel, bei Typhon Schlüssel des Unheils, heiSarapis Schlüssel der Behausung der Abgeschiedenen, also Zeichen deskünftigen Lebens, und so durch alle Reihen der Götter. Ueber den Königenschwebend ist es Symbol der göttlichen Obhut, in der Hand der PriesterZeichen der Weihe und des Heils. Daher erscheint es, auf der vor mirliegenden Zeichnung eines R.eliefs zu Luxor, sogar an den Enden der Stricke,woran Opferstiere geführt werden, und in den Tempeln sehr häufig blosals heiliger Zierath, aber einst nur den GeAveihten sichtbar und verständlich.

Dafs es wirklich ein Schlüssel, und nicht etwa blos ein symbolischesGeräth sey (Avas es später unstreitig wurde), ergieht sich aus der Einrichtungdes ägyptischen Schlosses, das auch bei den älteren Griechen in Gehrauchwar. Der Riegel an diesem Avird nämlich heim Vorschieben und Verscliliefsendurch einen metallenen Zapfen, der in ein Loch desselben herabfällt, fest-gehalten, und will man ihn wieder beAA r eglicli machen, um die Thüre öffnenzu können, so mufs jener Zapfen zurückgeschoben Averden 5 ). Darum hatauch der Schlüssel kein Bärtchen, wie die unsrigen, sondern einen Queer-

1) Hymn. II. und III. 2) Hymn. XVIII. cf. Paus an. V, 20.

3) Hymn. XXV. 4) Hymn. LXXI1I.

5) Ein solches Schlofs, das noch jetzt in Siwah und bei den libyschen Beduinen in Gebrauchist, liegt vor mir, der herabfallenden Zapfen an demselben sind fünf. Ueber das altgriechischeSchlofs sehe man bei Schneider die Worte: ßdxatef, ß*x"/**i etc. cf. Odyss. 1, 442.XXI , 46 — 50.

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