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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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einer Lanze etwas undeutlich gewordenes, vielleicht eine Schildkröte, dienach mehreren Anzeichen für ein typhonisches Thier galt r ).

Der hierauf erscheinende Gott kann nicht wohl ein anderer seyn, alsHerkules , nach ägyptischem Mythus ein Sohn des Amnion, zu den zwölfGöttern der zweiten Ordnung gehörig 2 ), und, v\de Osiris, ein siegreicher Be-kämpfer des Antäus. Herkules ist nämlich die personificirte Kraft der Götter,nach der Bedeutung seines ägyptischen Namens, Sjom; Diodor nennt ihn sogarden Feldherrn des Osiris. Auf seinem Haupte scheint eine Sphäre zu ruhen,in welchem symbolischen Zeichen vielleicht der Ursprung der griechischenFabel zu suchen ist, dafs Herkules einst das Gewölbe des Himmels getragenhabe. Die Aegypter dachten sich ihn aber, nach seiner Rückkehr zu denWohnungen der Götter, als schützenden Begleiter der Sonne 3 ), mit derer den Thierkreis kämpfend durcheilt, und der Planet Mars {Arles oderErtosi 4 ), von alten Schriftstellern bald der Tödter, bald der Befruchter ge-deutet), war ihm geweiht. Daher die zahlreichen Inschriften: HERCVLIIN VIC TO COMITI, dem unüberwindlichen Begleiter Herkules!

Dafs übrigens die sphärische Darstellung des Sternenhimmels denAegyptern nicht unbekannt war, beweist die jetzt zu Paris befindliche Sphäreaus dem Tempel der Venus Urania zu Tentyris, welche man unrichtig einenThierkreis zu nennen pflegt. Auf dem noch erhaltenen Grabe des Osyman-dyas, Theben gegenüber an der libyschen Seite des Nil, war einst ein Ster-nenkreis oder eine Sphäre von Ungeheuern Dimensionen aufgestellt 5 ).

Höchst merkwürdig ist die folgende Göttin mit dem symbolischen Haupteines Schaafes oder Widders, auf welchem die Sonnenscheibe mit demZeichen des Agathodämon ruht. Es kann nämlich keinem Zweifel unter-liegen, dafs hier, so unerwartet es scheinen mag, Minerva dargestellt sey,die geheimnifsvolle Göttin von Sais und Mutter der Sonne.

1) Man sehe unsere Tafel XXI. Fig. 2., nebst der Erklärung, cf. Descript. de VEg. I.pl. 59. Fig. 6.

2) Herodot. II, 42. 43. 3) Plutarch de Is. et Osir. c. 41.

4) Jablonshy, Pantheon II, p. 132. 133. 5) Diodor. I, 49.