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war Osiris nicht ein Sohn des Ammon, sondern der Sonne, aber, wegen desSieges über Apopis, von Ammon an Sohnes statt aufgenommen r ).
Eben auf diesen Kampf bezieht sich ohne Zweifel der Ilelm, welchenwir hier, gegen die gewöhnliche Darstellungsart, auf dem Haupte des Osiriserblicken. In der Hand führt er den Krummstab und die Geifsel, welcheZeichen ihm mit Horus gemeinschaftlich sind 2 ).
Es folgen ein Gott und eine Göttin mit Schlangenhäuptern; auf .ägypti-schen Denkmälern oft vorkommende Wesen. Nach Plutarch verehrte manin der Thebaide den A gathodämon , welchen unverwerfliche Denkmäleruns in Schlangengestalt zeigen 3 ), und nannte diesen Gott, der zu denhöchsten gezählt wurde, Kneph 4 ) oder Knuphis, wie dieser Name bei Strabolautet 5 ), und auf geschnittenen Steinen nicht selten vorkommt (XNOTBIG).Er bedeutet: den Guten 6 ), oder den guten Genius 7 ). Auf der Insel Ele-phantine hat sich der ihm geweihte Tempel, dessen Strabo gedenkt, zumTheil noch erhalten. Dafs dieser Schlangengötter mehrere waren, ergiebtsich theils aus sehr vielen Bildwerken, theils aus der Nachricht von einemersten, zweiten und dritten Kamephis, Göttern der höchsten Ordnung undSchützern Aegyptens, die als Schlangenwesen bezeichnet werden 8 ). Hiererscheinen sie als Gehülfen des Osiris in dem Kampfe gegen Apopis oderSaturn. Ohne Zweifel in eben dieser Beziehung war dem Ammon eineGattung gehörnter kleiner Schlangen geweiht, die man bei Theben fand undim Tempel desselben begrub 9 ). Der männliche Kamephis durchbohrt mit
1) Plutarch. I. c. Dafs Apopis einen Riesen bedeute, s. Jablonsky voces Aeg. p. 35-,
der übrigens ihm, wie sehr vielen ägyptischen Gottheiten, aus unrichtigen Hypothesen die mythischeExistenz abspricht.
2) Man vergleiche Tafel XXX. Fig. 1., nebst der Erklärung derselben.
3) Zoega Num. A°g. Imp. tab. II, 9. 4) Plutarch de Is. et Osir. c. 21.
5) Strabo l. XVII. p. 817. 6) Champollion, VEgypte sous les Pharaons I. p. 182.
7) Jablonsky voces Aeg. p. 112.
8) Es gab auch einen weiblichen Agathodaemon, Eumenuthis, eine Gattin des Chnoubis und
Göttin des Meeres.
9) Herodot. II, 74. Man hat auch bei Theben mumisirte Schlangen gefunden, s. untendie Erklärungen zu Tafel XXXIV.