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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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des Tempels. Sein Haupt ist mit dem ägyptischen Helm bedeckt; zweiHieroglyphenschilder über ihm enthielten wahrscheinlich seinen und seinesVaters Namen r ). Von einem besser erhaltenen Fragmente sind dieselbenZeichen Tafel X. Fig. 4. noch einmal besonders dargestellt, aber auch hierbeschädigt, und es ist mir bis jetzt nicht gelungen, sie in Aegypten wie-derzufinden.

Noch ein anderes Bruchstück, die dritte Figur der zehnten Tafel, scheintBildwerke von der äufseren Seite des Tempels zu enthalten; sie befinden sichauf einem herabgestürzten Steinblock. Zuerst erscheint Isis, unverkennbardurch die Scheibe zwischen den so geformten Hörnern auf ihrem Haupte.

Die folgende Gestalt könnte nach einigen Attributen Horas seyn, ist aberOsiris seihst; der Kopfschmuck aus Palmenzweigen 2 ) über den Hörnerndes Mendes, zwischen denen die Sonnenscheibe ruht, bezeichnet ihn; ebendiese symbolischen Zierden führt Ammon seihst 3 ). Nach einem wahr-scheinlich ammonischen Mythus, wie der Zusammenhang bei Diodorergiebt 4 ), war Osiris der Sohn Ammon's, und besiegte den Gegner des-selben, der gewöhnlich Kronos oder Saturn, bei Plutarch aber mit seinemwahren Namen Apopis und ein Bruder der Sonne heifst s ), allein nicht, wieHelios der Minerva, des Aethers, sondern der Erde Sohn, auf den manalles beziehen mufs, was von einem ägyptischen Kronos und von Antäuserzählt wird. Apopis ist ein mächtiger, feindseliger Gott von riesenhafterNatur, welche sein Name bezeichnet, Vater des Typhon und der Neph-thys, und erscheint auf einer Kaisermünze von Antäopolis ganz als Sa-turn dargestellt, mit dem Krokodil, seinem und des Typhon Symbol, aufder ausgestreckten Hand 6 ). Nach dem gewöhnlichen Glauben der Aegypter

1) Man vergleiche weiter unten die Erklärung der Obelisken zu Luxor.

2) Man vergleiche Tafel XVI.— XIX. 3) Tafel VIII. und Tafel X. Fig. 2.

4) Diodor. III, 67— 73. 5) Plutarch de Is. et Osir. c. 36.

6) S. Millin's mythologische Galerie (Berl. 1820.) Tafel I. Fig. 3. Man vergleiche die

Parallele, die Hirt zwischen Typhon und dem griechischen Kronos zieht: lieber die Bildung der

ägyptischen Gottheiten p. 55., in den Abhandl. der Berl. Akad. d. Wissensch, von 1821.