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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
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§. 4.

Betrachtungen über die Analogie einigerdieser Glasflüsse mit dem künstlichenMurrhin der Alten.

Zu den köstlichsten Gcfäfsen des Alterthumsgehörten die Yasa - Murrhina, auch Murrha,Murrina, Murria, Murrhino, /uo^vri

genannt, die zuerst aus dem Morgenlande in Italieneingeführt wurden; denn nach PLINIUS ') hat sieder erste Triumph des Pompejus über Asien undden Pontus nach Rom gebracht; welcher Feldherrsie alsdann dem kapitolinischen Jupiter weihte. Un-ter Augustus und Tiberius wurden sie so hochgepriesen, dafs der erste dieser Kaiser, nach derBesiegung des Antonius in Aegypten, ein ähnlichesGefäfs von Murrhin in Alexandrien erbeutete, wel-ches er für eins der kostbarsten Gegenstände seinesTriumphs ansah, und ebenfalls an einen Tempelschenkte. Bald machten aber auch die Römer vondiesen Kunstprodukten Gebrauch, und bedienten sichihrer als Prunkgeschirrc. Der Luxus, der mit ähn-lichen Prunkgefäfsen getrieben wurde, stieg täglichhöher, so dafs bald ein ähnliches murrhinisches Ge-fäls mit siebenzig Talenten, ein anderes Trinkge-schirr aber von Nero gar mit dreihundert bezahltworden sein soll.

1) II. N. Lib. XXXVII. c. 7. ,, Prirnus Pompejus lupi-des et pocula ex eo triumplio capitolino Ja vi dedieavat. "

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