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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
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Glasflüsse in den ältesten Zeiten, unter den man-nigfaltigsten Formen zu Zier- und Opfergefäfsen,zu Schmuck und anderweitigen Dingen anwendete.Nach dem HeRODOT *) schmückte man zum Bei-spiel die heiligen Krokodile damit aus, und fertigtekünstliche Skarabeen damit an -). Die oben erwähn-ten Glaskugeln dienten vielleicht dazu, die Händeabzukühlen, da die römischen Damen bereits zu die-sem Behufe sich der krystallenen bedienten, und inErmangelung derselben, dergleichen Kugeln von Glasaus Alexandrien in Aegypten kommen liefsen, wo be-sonders ein grofser Handel mit diesem Kunstproduktegetrieben wurde. Vielleicht dienten auch ähnlicheGlaskugeln als Anmiete oder ex voto's, und alsdannliefse sich begreifen, warum man gerade dergleichenunter den Altären alter Tempel vorgefunden bat 3 ).

Man benutzte dieses Kunstprodukt vielleicht eben-falls, um daraus Attribute der Regentschaft anzufer-tigen; wie diefs aus den oben angeführten Bruchstük-ken eines angeblichen Sccpters hervorzugehen scheint,welcher Umstand durch die Aussage des Herrn Dr.YON VOLMAIt zu Berlin (der fünfzehn Jahre inAegypten lebte und Leibarzt Mourad-Beis war),

1) Lib. II. c. 69.

2) Revue encyclop. An. 1819. Tom. 2. p. 348.

3) Man sehe: Historia vitri von iiamberger in Com-ment. Gött. Theil iv. S. 132. Properz. ii. 18. 60.:Ma-

nibus dura frigus habere pilas" mit Anmerkungen vonBurrmann. Plinius. 37. 2. Anmerkungen von Beck-mann über Marbodi: Lib er Lapidum, Gott. 1799. S. 41.71.Properz. IY. 3. 52.