277§. 1.
Die Alten kannten bereits die Kunst, far-bige Glasflüsse anzufertigen.
Dafs die Alten bereits die Kunst besafsen, Glä-ser zu färben und künstliche Edelsteine durch Glas-flüsse darzustellen, erwähnt schon PLINIUS 1 ),P r OPERZ, Statiu S und andere Klassiker desAlterthunis; besonders rühmten sich die alten Glas-künstler in Alexandrien, diese Kunst in grofser Voll-kommenheit zu besitzen, und nach andern Schrift-stellern war besonders Theben und Aegypten durchdie Anfertigung seiner farbigen Gläser, die weit undbreit ausgeführt wurden, berühmt -).
So hielten auch HERODOT und THEO-PHRAST die berühmte gläserne Säule des tyrischenHerkules für einen grofsen Smaragd, und eine Stelledes SENEKA'S 3 ) bekräftigt es noch mehr, dafs dieAlten diese Kunst besafsen 4 ).
1) plinius Lib. XXXVII. cap. 26.: ,, Adulterantur vi-tro simillime , sed cote deprehenduntur, sicut aliae gemrnaefactitiae." Defsgl. Lib XXXII. cap. 6, 7. u. 8. Auch G al-kOti, Museum odescalc. praef. §. 20. c. 22.
2) A rri AN. Periplus maris Erytraei , p. 4. apud. geogr.vct. script. graec. minor, oxoniae. 1698.: >t Easa vitrea, atqueniurrhina in urbe Diospolis elaborata."
3) SENECA, Ep. 90.: ,,Exidit porro vobis eundem, De-m oeriturn invenisse quemadrnodum decoctus calculus in sma-ragdum converteretur, qua hodiaque coctura inventi lapidescocti/es colorantur."
4) Nach dem Comment. ad Pomp. Mel. p. 271. sollen diealten Acgyptier es verstanden haben, Bildsäulen aus schwarzemGlase zu giefsen.