Druckschrift 
Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

255

soll. Eben so werden auch andere Zcuche behan-delt, aufser dafs dabei gröfsere Hitze angewandt„wird."

„Um Seide blauschwarz zu färben, habe ich„sie zuerst in einer verdünnten Alaunauflösung ge-beizt, hierauf in der Abkochung des neuen Stof-„fes, unter Zusatz von etwas Eisenvitriol, schwarzoefärbt, und dann in einer Abkochung' von Blau-

l) O

„holz das Blau aufgesetzt. Zuletzt wird sie ausge-

5; <~J O

„spühlt und schwach savonirt."

„Die Dinte, welche ich daraus bereitet habe,„machte ich aus 1-J- Loth gröblich gestofsenem, neuem„Farbestoff, ^ Loth Blauholz, welches in ^ Pfund„Wasser gekocht wurde, und fügte der durch Lein-wand geseiheten Brühe ^ Loth Eisenvitriol undLoth Gummi hinzu."

Da dieser neue Farbestoff das Mittel zwischenGalläpfel (wovon der Centner in Berlin 78 Thaler)und den ungarischen Knoppern, (die nur 5 Thlr.16 Gr. preufs. Kourant kosten) hält, so hoffte ichum so mehr, dafs man damit eine vortheilhafteSpekulation zum Besten des Staats würde habenanstellen können, als die, jenen neuen Farbestofferzeugenden Mimosen, in grofscr Anzahl in Aegyp-ten, und besonders in Nubien, und in den Reichenvon Dongola, Sennaar, Kordofan etc. und andernProvinzen des Innern von Afrika vorgefunden wer-ben, und man sie durch neue Anpflanzungen nachBubeben vermehren könnte. Ich hatte auch bereits2U einer ähnlichen Unternehmung alles eingeleitet,