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dem Herrn Dr. RlCCI doch gefallen, dem gelehr-ten Publikum eine genauere Beschreibung jenesmerkwürdigen Insekts, von einer Zeichnung beglei-tet, mitzutheilen, denn auf meine defshalh an ihn er-gangene Aufforderung ist weder eine Antwort, nocheine öffentliche Anzeige bis jetzt erfolgt. Vielleichtist es dasselbe Insekt, das die Missionairs ClBOTund D'lNCARVILLE in den Buchen- und Eschen-wäldern des chinesischen Reiches vorfanden.
Die ältesten Annalen Chinas erwähnen bereitsder Seide. EZECHIEL spricht von ihr als voneinem Haupthandelszweig der Tyrier, und ARI-STOTELES sagt, dafs man sich ihrer bereits fünfhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung bediente.Die Rhodier hatten die Seide in ihrem Handels-kodex dem Golde an Werth gleichgesetzt, und Kai-ser AURELIUS schlug, im 3. Jahrhundert unsererZeitrechnung, es seiner Gemahlin ab, ihr ein Kleid,aus ähnlichem Stoffe gewebt, zu kaufen, weil esdem Golde gleichgeschälzt werde. Diefs Materialwar so kostbar, dafs man die bereits getragenenKleidungsstücke, die angeblich aus ah y s s inis ch erSeide angefertigt worden waren, auszupfte, unddaraus alsdann ein Gewebe anfertigte, das so leichtund fein war, dafs eine damit bekleidete Frau nacktzu sein schien Nach Europa wurde dieser Luxus-
1) PAUSANIAS spricht von diesen Kleidern Lib. VI.C(ip. 26., und Pi-INIUS erwähnt der Art, wie man aus denalten Stoffen neue dünnere verfertigt, Lib. IX. cap. 22. In sei-ner bist, na/., wo er sagt: Velos aruneorurn modo te.xunt ad