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Nachtr (1827) Nachträge zu meinem Werke
Entstehung
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weil man alsdann leicht unangenehme, selbst blutigeAuftritte herbeiführen dürfte, wie diefs leider einigeJahre vor unserer Ankunft in Aegypten der Fall mitder ältesten Tochter des schwedischen Generalkon-suls BOKTY war, die durch einen Pistolenschufsgetödtet ward, der eigentlich dem sie begleitendenJanitscharen galt, welcher einen Albanesen geschla-gen hatte.

Da der Yicekönig ihnen wohl mit Recht nichtganz trauen darf, wie diefs unter andern aus derSeite 11 u. s.w. meines YVerkes hervorgeht, so hater ihnen Magrobinen und Dehlis zugesellt, diejene über alles hassen und von ihnen mit gleicherMünze bezahlt werden, so dafs er, im Fall einesAufstandes, stets auf die Mitwirkung der einen oderder andern Parthei rechnen kann 1 ).

Er hat seit dem Jahre 1816 ebenfalls Beduinenseiner Armee einverleibt, durch welche schlaue Maafs-regel er sich diese, über vierzig tausend Mann Star-

L) Um jedoch einem allgemeinen Aufstand so viel als mög-lich zu begegnen, hat er seine Truppen in weitläuftige Kanto-nirungstpiartiere vertheilt, und die Städte Cairo, Alexandrien,Siout, Assuan etc. mit starben Besatzungen, die übrigen Städteaber, als: Benisouet, Minieh, Dgirge, Rosette und Damiettennt geringem versehen. Durch stetes Wechseln ihrer Chefssucht er ihrem etwa gefährlich werdenden Einflufs zuvorzukom-men, und läfst sie stets beobachten. Er weifs alsdann die ihm

1 reuergebenen zu belohnen und hierdurch noch mehr zu ge-

winnen, währeud er durch Bestrafung der Abtrünnigen Furchteinzuflöfsen sucht. Ueberdiefs gewährt ihm diese weitläuftigeDislocation seiner Armee noch den wesentlichen Vortheil, dafs<ir im Fall der Noth schnell Truppen dorthin zu bringen ver-

mag, wo er sie nothwendig braucht.