Gedenckwürdiger Geschichten
Wie «ön>Scrdtnand».zum Äö>«ig ange-nommmvnd RtysMatchPropoj?-»ton
men kommen soltc/ vnnd wie es damit müstegehalten werden/ Ingleichcm das? rn wey-land Königs Ferdinand» des E rstö Revers/diese klare wort begriffen : -Demnach/«lachtödtlichcm Ablctben ohne Erben KönigsI^uclouici, das Köiiigrenh Böhn»en vnndandere darzu gehörige Länder/ :e. mit allenvnd jeden jhncn zuständigen Dbcrreehttn/Dertlichkeiten / vnnd Freyheiten/auff die-Durchlcuchtigste Mrstin vnd FrawAnna/zu Dungarn vnd Böhmen Königin / vnserGemahlin/alsWeylandKönigs l^uäoul.ci leibliche Schwester/auch rechte vnnd na-türliche Erbin/ vcrmög Kcyscr Carls deßIV .Bcgnadttng/Frcyheit/PrivilcgijvnndAußsatzung/ billichcr masseti verfallen/in-Massen angeregter Majestätbricffmit meh-rerm in sich haltet:Wa»i keiner auß dem Kö-niglichen GeschlcchtvndStammen/männ-lichenvnnd weiblichen Geschlechts mehr v-bng wcre/das? die freye Wahl eines Königszu Böhmen den Ständendeß KönigreichsBöhmcn/n.vnd nit anderer gestallt/ zu ge-hören solle.
Giesernddergleichen in den banden k'riuilcgiis fundirtevnnd begriffene fachen hcttmann nun dcnö so wenigodcr gar nichts miteiniger Bcdräwungzu besser informationfürgehalten/daran gar nichts vbcls/ »weh de
Standen oderjrcn?nuilcs>i!,pr!LjudlM-lichs/ sondern was menniglich billich vnndrecht heissen müssc/bcschchenwere. Welchessie dann auch jrer Erzeigung nach erkennt/zuDanck angenommen vnnd gut gehcisscnhetten.Ia etliche Personen auß den vornem-sten lud vrrzque vndsostattlich imKönlgr,begüttt bctten/wie sie selbst wol wüsten/ mitgrosser Äancksagung erkennt vnd bckcnt / dzI.Kcys.M.aiseinsorgfeltigcr KönigvndDer: / demVattcrlanvzum besten/zeitlichdergleichen Fürschung geihan/vud das Kö-nigreich vor künfftigcm Vnhcil durch sol-che üLnominanoli verwahret/ auch keinenfrembden/ sondern einen solchen Fürsten vüDerm/jhreniuileg »s gcmcß/fu rgcsch la-gen / wider welchen sich niemand mn fug zusetzen/sondern vicltnchrdenselben mn Danckanzunemcnhcttc.
AuffsolchedeßKömgr. Böhm. pnuilcZi a vnd Freiheyten/fonderlich mehr gedach-te Güldene Bull / scye weyland KeyscrsMatthuohochlöbl.Gedächtnuß/Vätterliehe Intention vnd den Ständen m öffentli-chem Landtag fnrgctragene?rops,icicin,der Vorsähren/bcvorab Keyscr vndKönigskcrctniancii l.excpelnach / gegründet gewe-sen/da sie jhnen ncmbkich gnädigst zuvcrstchkgegeben/was maffcnsic »n betrachrung / daßsicohne Erben/auch dcro beyde Dcrm Brü-der Ewheryog. lelaxi m il.vnd ^WormsFream Königr.Böhmen habendi recht gutwil-
lig renuncicrer,außsonderer tragcderDebvnd Vorsorg vor jetztbemeldtes Königreichihren nechstenD. Vettern Ertzhertzogbcr-cli».zum 5uccctlc»rn vnd Königin BöhM.fürzuschlagen/hohevnd bewegliche Vrsachehcttcn/niit gnädigstem begeren / denselben/als weyland Königs kcräinancli I. vnd derKönigin Ann-rEnckel/vndwelcher in linesäeiccnclcntc.auß rechtem Königl. StawiPvnd Gcblüth herkomme/neben mehr angezo-genen lEoliucnLumKönigin Böhmen an-zunemen/zu publiciren vnd zu krönen.
Solches were nun auch also bcschehen/ dzncmblich die samptliche Stände m»t einhel-ligem Consens höchstgemelten ErtzheryogFerdinand zumKönig angenommen vnndpublieiret/solches auch so bald I.Kön. vnndhernach Keys.Maf. durch ihre abgeordnetePcrsonö/ mit sonderer Zra » uiarlon zu wissengemacht / vnndfolgends bey Ablesung desLandtags Schluß / sich alle vnd jede inson-derheit / wie auch sie mit Namen geruffenworden / zu solcher Annemung mit lautererS nmm bckandt/vnd ebcnmessige bckantnußwere auch bey dem ^.Qu der Crönung wi-derholtvnd vcrncwert worden/wie mt weni-ger azich als die Stände in der Schloßkir-chcdureh den Dbriste Burggraffen befragt/ob sieI.Fürstl. Durch l. Ertzhcrtzog Ferdi-nand vor ihren König erkennen /vnnd dem-selben Getrcw/Gehorsam/vnd vndcrthänigseyn wollen / auch jn zu Crönen begehrewn:tVie zu diesem allem ja gesagt / vnnd ihrenWillen darzu gegeben/auch das gewönttcheIuramcnt / mit lcgung zweyer Finger auffdie Cron/ mit grossen Frewden vollnzogenhctten.
So were vors ander dz jem'ge/ wz sie wcgcgetroffener abhandlung mit einesTheils m-corporirtcn Ländern/daß sie ntit den Seh lc- Sränd-siern incldekenvnd anzögen/zu solchem jrciZi can SMinloac gar nicht dienstlich noch fürträglich. AADann ob wol »n demselben streitigen Punct/da die Schlesicr cm Recht zur Wahl einesKöniges »n Böhm. pr^tenvirten/ zivisehenbeyden theilen in gemeine Landtag dahin ge-schlossen worden/daß vor gewissen benamenPersonc»» die Schlesier jr angebencs Rechtfürwcsscn vnd beschelncn selten, Vndanuugleich solches in voris Qiimert worden/ so'hettcn sie doch hcrgcgc wldervinb sich wol zubescheiden/daß sie wie auß PerKcvs.Propo-sitton/ also auch mündlichen Informationgnugsamverneinen/ wicnemblich Eryhcr-yog Ferdinand ntt zu einer freyen Wahl (zuwelche» es/laut mehrberürtc Güldeiw Bull/
»loch nie komm) sondern zur aiinemung vndpubltcirüg fürgcschlagc werde seye. Au deinewcre/sölchc punctzuandc vn zu eyffcrn/vicl-mchr dieSehlesicr angange/wcichc aber oonalles biffieultiren / vnd wie jr Fürsten Tags
Schluß