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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
251
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Elgmtltche Verzetchmls.

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Schluß außw'iefc/ gar nicht m Ansehungwas von den Böhme geschehen/ sondern vorsich selbst König kerciinznclum zu einemKönig in Böhmen vnnd Dbristcn Hcrtzogin Sclstcsien angenommen/ pubiictte^vnddemselben auch gchuldigct hckren. Vnd wassie auch noch wetters nm anhencktcn/ Siewcren von den Catholifchen/ deren theilsMi ^and nit bcgütct vnnd nichts zu verlierengchabt/vbcrstnnmct worden/heue gleichfalsreinen Grund: -Dann sie selbst ihre Stim-men/so wol als dicCatholischc/jrcr Durchl.Crtzhcrtzogberttlnantto gcgcbcn/vnnd we-re da kein zwispalt gewcscn.'Wic mann dannauch nicht wüste wer dieselbe sogar vnbcgü-letc katholische möchten gewesen jcya/ son-dern sie müssen selbst bekennen / daß beyder-seits bey etlichen ein höhers/vnnd bey andernein gerlngers Vermögen zu finden gewesenscyc.

Sum Beschluß solches der Stande vorge-bend als wcrc nümehr offenbar/wie dz gantzcWerckderAnnchmung vnnd Crönung vonden schädlichen Rathen/zu gäntziicherÄbo-lirung der freyen Wahl vnd ^asßrung aller-sandts Priuilcgi cn vnnd Dbcnctcn/iadcmgantzen hochlöblichstc Chursiirstl. Lollezic»zu mereklichem Nachtheil angesehen/ so vonvorigen Königen niemals tcmin wordc / indem nemblichrn solche pzäa mztdem HaußHispanienauffgerichtet/dardurchBöhmenmttdcnincorporirtcn wandern/als ein beu-ci.!mvnd Churfürstenthumb/ gantzcrblichgemacht werde/auch zu Crstärckung solcherErblichkeit König Ferdinand von KeyscrlelztlKizzumiVohnailff vnd angenommenworden.

So seykaberdiese vnd dergleichen falscheAufflagcnvncrweißlieh / wcmauch wannvnnd auff welchen fall die frcyc Wahl derStande statt vnnd platz hette / alberen außder güldenen Bull vn andern vnwldcrtegli-chen Gründen außgeführet/bey welcher dieStände billich gelassen wcren. Dahcro dangar nicht zu Abolintng derselben noch Caffi-rung der Privilegien / sondern solchen allengemäß Ertzhertzog Ferdinand als ein Kö-niglicher Cnckel / zum Kön. proponirt vndangenommen worden: Werc auch dardurchweder dem hochl. Churf. Collcgio/noch denStänden nn wenigsten was nachtheiligesoder pr^judleirlichs geschehen.

Dcßgleichen so giengcn die ?a6ta mit^)lspanic(da etwä etliche auffgcrichtct wor-den wcren) sie gar nichts amSimemal dar-durch die güldene Bull/ vnnd andere 4andtsPrivilegia vmbzustosten/ oder den Ständenfr Wahlgerechtigketit/so wett sie derselbe be-fugt/gar nichtzu benemengcmeynt/ gestaltdann auch im wenigsten hinderte/ was dieStänd in der anderer vrsach / zu abhaltung

vömWahltag auff dieBan brcchten/ob sol-! leI. M.zu wider dem Landtags Schluß/Anno i6i7.vnd shrem gegebene Rcverß nochbey Lebzeiten Keysers Matkhi^ sich dcßKö-niglichcn Regiments in gehcimb angcmasthaben. Dann hieran bcschche Ihr. K. May»zu kurtz vnd groß Vnrecht/ Iamenniglichwißt/ daß Keyscr Matthias biß auffderoTödtliches Ablcibcn/cin Regierender vnndHersschcnder König in Böhmen vcrblie-bcn/vnnd allein deß Regiments sich gebrau-chet/So hettcn Ihre Kön.May.gar nichtsgethan oderfürgcnommcn/ warübcr sie nitschrifftlichcn oder mündlichen Befelch vonIhr Kcys.Mai.gehabt/ wie dessen vberfiüs-sigc Acug»^ Uß/rorhändcn scy/v ad wci dc sichmmmcr inchr befinden/daß sie in cimgcIu-stitz oder dergleichen zumRegimciit gehörigeSachen sich cmgemcnget. Daß aber zu ei-nem Schein vnnd nichtigem Bewclßangczogen würde/Ihr KöniglicheM nest.hettcnCardinal Clescl / als Ihr Kcyserl. May.gewesenen gchcymenRaths Dnectorn/ab-geschafft: So woltedoch ein st der Verstän-diger bedmrken/was diß für ein vngereumb-tcs Excnipel scye. Sintemahl bemeldterCardinal Clcsel kein geborner noch angc-nomener Böhm/auch auff die Böhm. Regi-ments Sachen nie bestellet gewesen were/vnd dahtro also die Amovirung seiner Per-son die Stände in Böhmen im wenigstennicht berühre noch angehen thcke: Iu ge-schweigen/ daß sie selbst vor diesem ihn vonDossgcwünschet/vnd schlechte Affccttonzulhmc getragen hettcn.

Weiter daß Ihre Kön Mas. scden Rath-schlägen bcygewohnet auch sonsten vndcr-schlcdltche Anordnungc gtthan/habe csdar-mtt/ wie vorgedaclst / kein ander Meynungalsdaß solches alles auffIyr Keyscr. May.außdrüchllchen Befelch geschchemWic danIhr Kcyserl. Mayestät Gnedigster Willegcwest were/in den stnigen Sachen so IhrKcyserl.Maiest. dero anbefohlen vnd anff-gttragcn/sich zu bcquemen.-Daß sie aber IrKeys. Malest. stclolnrione^wann es die-selbe gut bedüncket/ ihrem Vorgeben nach/vor sich sclbfl/vnd nicht mit Ihrer Kcyserli-chenMaicst.Vorwissen/solttngcändertha-ben/scye ein pur lauterer vngrund vn falscheanzucht.SttttemalI. Köntgl.Mayst.in sohohem Respect/ wiebillich/ dieKeyserlicheMalest.federzeit gehalten/daß sie im wenig-sten zu wider derselben was zuthun/ oder für-zunchmen nie begehret/ viel weniger sich ein^ solches vnderstandcn hettcn. Was auch sienoch fernere vonI.K.M.wegc eingeführ-tes Knegsvolchs/ beywohnung deß Mah-rischenLandtags/vnd dergleichen erzchleren/were gleichfalls vor angedeutet- Massen be-schaffen/daß in diesem allem Ihr Keys. M.

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