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Eigentliche Verzeich luisl ^
welche er auch an einem andern ortbckraff-ttgct/da er sagt-Die volle Macht vbcr alleKirchen der Welt/ist durch ein sonderlichenvorzug dem Apostolischen Stucl gegeben.Wer nu diesem gemalt widerstehet / der wi-derstehet Gottes Drdnung/:c.
Weil nun den« also/vnddiese Sach vnndiehr eben so wol von andern Catholischc alsvon vns getrieben vn geführt wirbt/ mochteman sich billich wol verwundern / warumbdieHermStand viraque dieIesunenallein auß dein Königreich verbannet haben.In welchem sie widervmb vnscrcr iOocictctmehr ruhms vnd preiß zuschrc»bcn/als diesel-be vlellcicht verdienet: sintemal sie darmit zuverstehen geben/daß gcmeltc vnscre Socittetvor andern sich auffs fleiffigst dahin bearbcite/daßdcmRöm. Stucl dcrgcbürliche ge-horsam vbcrall möge geleistet werden. Wel-ches zwar wir selbstcn vns nicht zuschreibendörffen/läffen vns aber dardurch vnsers Bc-ruffs vnd schuldiger Pflicht erinnern.
So viel den andern Puncte belangt/wer-den gar nit alledie so dem Röm.Stucl nichtgehorsam/ohne vntcrschcidt von vns fürKe-tzcr gehalten vnd außgcschrten/Dann es kanwol gcschehcn/dz desselben Bcfclch oder Ge-bot! allein ein Weltlich oder BürgerlicheSach / oder sonst ein besonder Handel oderthat betreffe, ja/ eskan wol geschehen / daßman in einer zur Religion gehörig! sach/alsdie Kastagenvndderglcichcn belangend/ nttauß Iruhumb des Glaubctts odcrVrtheils/daß man dardurch dicDbristeGeistl.Machtdem Römischen Stucl entziehen wolte/son-dern auß verkehrtem bösen willen vndzunci-gung/dcrRömischen Kirch nit wil gehorsa-men. in welchem fall wir solche zwar für vngehorsame allzeit/aber nicht für Ketzer/son-dern bisweilen für Vrsachcr der Trennungoder Spaltung halten vnd außschrcyen.
Kür Ketzer aber halten wir die allein/ wel-cher Glaub Mit der Röm. Kirch gar nichtvbcrcm stnnet/odcr welche dcmRöm.Stuelalso zuwider sein daß sie in glaubens sachcnänderst vrtheiln vnd gcfühlcn dann die Rö.Ktrch/vnd zwar auff fren gefastcn Meynun-gen hartneckig verhärten : ohn welche hart-necklgkeit eigentlich kein Ketzcrey sein odergenennecwerdenkan.Dicienigennun / soallein in einem Artickel fehlen oder frrcn dar-neben aber gantz halsstarrig seind / vnd kcinevntcrwetsung annemen wollen/die halte wirvnd alle rechtgläubige eben so gewiß fürKe-tzcr/als gewiß wir wissen daß vnser katholi-scher Glaub recht vnd wahr seye.wicdanderHcrtChristus selbst das Ärtheil fellet vnndsprirhttDas man den so d»e Kirch nit höret/füreinHcyden vndPublicanen halten soll.Dann wcr(nach deß H.Cypriani^chr)vonder K-rehen sich ab/ vnnd einer Ehbrechcrin
sich zu thut oder beyfügt/ der »st auch von denvcrheiffungcn der Kirch abgesondcrttvn werChristi Kirch verlast /wird die belohnungcnvom Herrn Christo nimmermehr erlangen/soiidcrii ist frcmbd/ist vnrciii/fa/ist cinFeindChrlsti.Vn kan niemand Gott .um Vatterhaben/der die Kirch mr hat zur Mutter.
Vnd was wöllcn sie doch sagen i Muffendoch ircr nit wenig vntcr den Böhmen so derRclig. lulz V rrzq ue zugethan / vvit dem Lu-ther selbst hören baß sie Ketzer seyen. -Dannalso sagt er an einem ort: Gs sollen aber dievnglückscligc Ketzer/dtePicarden/nit nteyncdaß ich sie verthadigcn tvölle. Vnd anders-wo : Wann nun auch zur zeit der Aposteln/wie der hoffcrtigc Picardus fürglbt / keinKegfewer gewesen were/soll man darumb ei-nem Ketzer der kaum fünftzig Jahr gelebt/glauben geben / daß das senige was so vielhundert Jahr lang glaubt worbc/falsch seytIst es dann vnscrn Widersachern erlaubt/die Catholischc für Abgötter vnd Götzendie-ner/vnd den Römischen Pabst für den An-tichrist anzuschrcyen/vnd sotten wir l.u rtte
rum,CaIulnuIN.oder l'lcsrci u IN,wcl che vii-
tcr dieBöhMtschcStand nie gehört / nichtKencr nennen dörffeni
-Daß aber die Herrn Stand l'uttvrraguedarbey fügen/wir lehren öffentlich/ man seynicht schuldig den Ketzern glauben zu halten/thun sie vns öffentlich gewalt vnnd vnrccht.Dann solches wirbt von vns mit Nichten/sondern vielmehr daswtderspiel gelehrt/wievnsere Schrifften gnugsam bezeugen. Vnd«st ins gemein von dem/was man/so wol dengläubigen als ungläubigen/sie seyen Ketzer/Juden od Türcken/verheiffcii vn mtt Eyds-pflichk versprochen hat/dieses unsere mcy-itung vnd ^.chr: daß alle verhc-ffingcn vnndC ydschwur erlaubte sachcn betreffend/ mcn-iiiglich sollen pnd müffen/ in vnzuläffigen a-bcr vnd vnbillichen sachen / nicht sollen nochmüffcn/gehalten werden: sintemal der Gyd-schwur/wtc der H. August, sagt/ kein Bandder vngerechtigkeit sein soll.Vnd der H. I'sldorusspricht:In bösen oder vnrcchtferti-gen verheissungenzcrreiß den glaubei: / in ei-nem schändlichen gclübd verändere dein für-ncmen. Das fcnig so du vnfürsichtiger weißgelobt hast thu nicht.Dann es ist ein gottlo-se verheissung/welche ohn Laster oder Misse-that nit kan vollbracht werden. Weil abervon diese stück anderswo von di vnscrn weit-läufftig gehandelt vnd geschrieben wordk/tstvmtötig dieses orts mit mchrermzucrwchnk.
Dievierdte Aufflagwird in dem vielbc-sagtcnDecret dcrHcrrntOtünd lutt vrraczuein diesen wortc begriffen: Die Icsmtc erfor-schen vermittelst der Beicht/alle hctmligkci- -ten/vnnd hatten verbeuth Gewissen also im!zwang/daß die Bußfertige ohn jr erlaubnuß !
vnd i