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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
124
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Gedenckwürdtger Geschichten

vnnd wolgcfalleu nichts guts thun Mögen/hingegen alles das so ihnen von den Jesuitenauffcrlcgtwirdt/wann es schon Gott vnndseinem Gcbott zuwider wcrc/ also vnvmb-genglich thun vn vollbringen müssen daß siees in keinen ywciffel oder einige bcrahtschla-gung ziehen dörffcn.

Nun seind wir nit in Abrcd/ daß wir dasAmpt die Beicht zu hören ic vnd allwcgcn in

ein gewisseSchuldk vnd vcrbündung mit sichführte/sollen die Beichtende sich darin alsoverhalten wie Gottes Gesetz selbst anweiset:Als ncmbli ch / das vnrechtc Lo nrrzöl us vnHandlungen auffgehebt/ vnrechtmassigc be-fclch vnd Rathschlag widcrruffen / vnrecht-fcrtiggut widcrgcben/vncrlaubte ^tcb vnndbcywohmmg abgeschnitten/Haß vnd Neidabgelcgt/vnd einem iede was man schuldig/

sonderliche achtgcnommc/ wie solches vnser gchaltenvnd gelcystctwcrde.

Regel selbst erfordert / allda also befohlen Aumv-crken/sollcnsicdieBußso incwc-wird.-Alle die/ welche auß gehorsam das hei- i gen der Sünden auffgclcgt/vnd was sonstcnlige Ampt die Beicht zu hören anbefohlen für N^ittci zn beylu»rgderselben möchten fürwird/sollendassclb fnen hoch angelegen sein nothwendig odbegucmgefundenwerden/nttlasscn/vnd als ein stück das sonderlich zu vn-! vntcrlasscn/sondern stcisslg ins wcrck richte,serm Ampt gehört/fleissg in acht nemc.Wir Au diesen stücken/sag ich/können die Bei eherkennen auch mit danckbarein Gcaiüth vnd rcndc von dem Priester angehalten vnnd gc-Hcrtzcnzu Gott dem Allmächtigen/daß wir zwungen werden. Hannsonsten würde derfcdcrzcit hierin cm sonderlichezuncigung der Her: Christus den Aposteln vnd iren Nachrechtgläubigen Christen gcspüret/in dem si. folgern den gcwalt so wolzu binden als auss-auß sonderlichen Vcr-rawcnzii vnsercr trew zulöscn vergeblich geben haben. So da nunvnnd bcqucmhcit zu solchem Ampt vnscrs vnscrc Widersacher diesen von Gott selbst dcdienstö/mt ohne grosse Frucht vn Trost rcr Priestern auffgctragcnenvn anbcfohlcnk gc-Scelcn sich gebrauchen/ daß wcge des gros- walt wollen ein Hcrsschung vber die Gewis-sen zulauffs der fenen/so in Gewi^urs fachen ftn neüen/ir:cn sie zwar zu der sach selbst nit/bey vns rath zu ncmcn begehrk/wic viel auch brauchen aber ein solche weiß in Reden/so ct-vnserer Priester seind/nicht allen ihrem be- was hesslg vnd in der Kirchen Gottcsnitge-gehrcn g»rug geschehen kan. mein ist/auch nit eigentlich/wie die wort lau-

^0 glauben wirauch virbekennen öffent- ten/kan verstände wcrdc: Sintemal dc allemlich mit der Cachol,sehen Klrch/daß dc von vber die gewissen zuHcrsschen gcbüret/der dzdmi Hcrm Christo solches Ampt zuvernch- Hertz vnd Nieren crforschet/ncmblich Gottten/cin besonderer Gewalt sey geben wordt/ den» Allmächtigen:Vn kan dz nit stracks fürindem er gesprochcn.Nemcthindcn heiligen einHenschafft ode zwang gehalten werde/Gcisi.Wclchcn jhr dtc Sünd erlasset / den so etwan scinanden za dessen eignen/nicht zuseind sie erlassen/welchen ihr sie behaltet/ dc- des gebietenden nutz vnd wolfahrt/wie in die-nen seind sie behalten / derowegcn alsolche scm fall/etwas befohlen vnd gebotten wirdt.Priester/ wann es an -Ordentlicher Ion > Einer andern Hersschung oder Macht/n nit mangelt/Macht habcn «uchk allein vermittelst welcher wir die Beichtende solleden Beichtenden inGcwlssenv fachen zu rah- wollen vom guten abhalten / oder zumböscntcn vnd zu helffen/sonvern auch etlicher maß- antreiben/haben wir vns auch mentalen vn-sen zu gcbiettit vnd zu befehlen / sonderlich in tcrfangen.Es möchte aber dicHerm Ständdcmdaßsicvon Gott vnnd Rechtswcgcnzu l ud vrrsgue,als welche den Gecmcnvnndthun schuldig scmd. ' Satzungen des Catholifchen Glaubens zu-

" Erstlich/daß dw Beichtende ihr Gewissen wider seind/für böß vndvnrccht halten daß

... Catholischc für das best/

nöthigst vnd heiligst halten:Haß wir/nemb-tlchvnftreBeichtkindcrvon dem Vtraqui-stlschenG tauben abncmcn/daß wir inen ver-bieten Ketzerische Predigten zu hören/oderBücher zu lesen/daß wl r ihnen den gehorsamder Kirchen/vnNd dtro Gebot! vnd verböteflcWg c»nscherpffcn/!c. Wann wir nun sol-ches mt/sonderndas widcrspiel lhett/istkeinzwciffel vnsere Widersacher würden vns lobevnd prelftn.Aberftrrn sey von vns/daß wirvnscrs Glaubis vn Beruffs vcrgcsse/vn vnszu den Feinden der Kirchen begeben/vn ircrBöser Anschlägentheilhafftig Machen soltc.

Andere hcimtigketten so obermelre stücknit angchen/begchrcn wir in der Beicht garnitzu wistcn/wicauch solches vnsm vnfcr.'t

zwar flcissig erforschen/ vnnd ihr Sand bcdcncken/ehe sie dteAbsolution von dem Prie-ster empfangen.

Aumandcrn/daß sie ir Gewissen dc Pricster also entdecken vnd cntblösscn/daß sie allvndicdc Todtsündcn/ so chncn mchtzusinnkommen/vnd gebührlicher weiß von incn nitgebeichtet worden / sicfcycn offetttlich oderbeimlich/so woldiczahlals gestalt dcsielbcnbetreffend/mit allen chrcn vmbstanden/so dadie5pcciLm odcr gestalt der Sünd vcräit-dcrn/ohn allen Kchl/^ist oder Betrug aiizct-gen odcrcrzehlcn/vimd Hertzltch leydt vnitdrew darüber haben sollen.

Zum dritten/da etwa einige Sünd ins zu-künfftignochalsohangenbliebe/ oder nachaußwersung Göttlichen Gesetz vnd Rechtens

CXHun-