erweckt Krieg vnd Auffruhr? Wer verhetztdie Vnrerthancn wider ihre Ordentliche ho-he Obrigkeit? Wer hetzt die Ingesesscnc vndBürger wider einander? Laß sie sich widervnscre Societtt mäusig machen als sie wol-len/laß sie vns zuscbreycn/ Bistu der da Is-rael vcrwir.'ett Die antwort ist schon fertigvnd bereit: Nicht ich/sondern du vnd deiner.Varters ch)uuß verwirft Israel / die ir ver-lajjcn habt Gottes Gcbott (die wahre alteKirch vndGlauböderVättcr(vnd seid Baalnachgcsolgct/ habt mancherley ncw Scctenangcnemen/weiche so nlt cingcschlichc/ werdasKcmigrctch nimcrmehr mit so vilAuffla-gc/kriegvndCmpörunge angcfochtc wordö.
-Die andere Aufflag damit dcc Icsuitcrinderbern» senden luv v^rzqucVccreto be-schwert wordk/ist diese: -Die Icsultcr habenfcderzcit dahin gesehen vnd gezwlet/ ww auchnoch/daß sie den Römischen Stucl befestige/vnd alle Reich vnd Lande dieser Welt dcssel-bögewalt vmcnvcrffcn niochte.Eben solchesschlage ist das scnc was oben im siebendenPuncw gcmelr worden/daß alle sodem Rö-»Nischen E)tucl nicht gehorsame/von vns fürKetzer außgcschricn »vcrde vnd daß wir lehrenman sey »utschuiptgdcnsclbcGlaubczuhaltö.
Ruft welche wir absonderlich also antwor-ten Erstlich was den gcwalt des Pabsts vndRom. Stuls belangt/ist dcrsclb zwcycrlcy/Einer/zeitlich odWelt lich/dcßglciche pur-sten vnd chzcnn dieser Welt vber irc Vmcr-thatlcil haben. Äcr ander istGcistlich/vnndstehet m crkantnuß / Vrthell vnnd sorg vberGeistliche Sachcn/vn dem was dcnMcnschezu der eivigci» Seligkeit zu bcsürdcrn nöhtiglst.Äer erst/lehren wir/gcbürt dcmRöiNtschePabst in denen Landt vnd Orten / so da demzeitlichen gebiet des RömischenStUls vntcr-worffcn/streckt sich aber gar nicht vbcr dicgantzc Welt/ od' Landsehaftren: daraus; wolzusehe/ob wir dahin zielen daß alle Reich vndLänder dieser Welk des Pabsts zeitlichemge-walt vnd behcrschung vnterworsfcn würden.
-Diese vnscre mcynung bezeuge», viel treff-liche Bücher/ so vnscre Socierer, insonder-heit der Cardinal Lel!sim»nud, Lrezzorius
V.!lentlZ,kr2>»cilcu5 ^uare^.vnd anderehaben außgehen lasten.
Ein solches köncn bezeugen die mechtigstePotentaten derChristenheit/welcheinTcut-lchland/Italie/Spanic Kranckrcich/ Polt/»c.vnscre Voclettt so vielIahr lang he» o vielgroß vnd hohe gnaden erzeigt/dieselbe ganymilt vn freygebig vnterhaltc/M vnscre Col-lcgia vnd Residcntze mit stattliche Emkomenvnd gefälten begabt habe / vnd täglich »nchrvnd»nehrbegäbe: Welches siezwar nnncr-mehr tHn würden/wan sie mcrckten daß wirdarauf^nch »veren sie vinb ihr KönigreichenLandt vndLcuth/zubringen/vnd dieselbe des
c rzem)nus. ,2.-
Pabsts zeitlichem vnd Weltlichem gebiet zuvntenvcrffen.
Es bczcugcns vnserer Societct StatutenvndOrdnungen selbst/in welchen viis »m «nsolcher sondern gar ein ander Zweck/ nachdem wir zielen sollen/in nachfosgcndcr Regelfürgeschrieben wird:Äas end oder Zweck d-c-scr Socictet ist/das sie nit alien, für ihr eigenhcylvndvollkomcnheit sorg tragen/so»,der»,neben dem sonderlich des Ncchsten vnd ande-rer heyl vnd vollkomnienheit bcfürdcrn soll.Vnd an cim andern ort stehet also: Dam.tdie Societttvcrmög ihrer Etnsatzung/ denGeistlichen dn,gen desto bester obligen mögesollen sie soviel möglich / von allen zeitlichengeschefften sich enthalte/auch durch kein bit-ten oder stehen/ mit denselben sich zu bemühe/sich bewegen lassen.-Darauß wol erscheinet/daß vnserer Socictet Einsatzung vnd fürnc-mett/garmcht dahin gerichtet / mit Weltli-chen dingen sich zu beladen/oder femandsWeltliche Herffchafft zu bcfürdcrn.
Was wil man aber mehr/ da csdochdietägliche Erfahrung selbst an tag gibt? Vnje-rc socictet hat nunmehr nit allein »n Europa/sondern auch in den eussersten Indien/ vnnd ^fast in der gantzen Welt/ vber die fünfftzigJahr gewohnet / vnd nach außweffling ihr« iEinsatzung fr A»nprvernchtec/gleichwolhatman nirgend gesehen/ das sie emcm eintzigcnOcrm oder Potentaten/Landt vnnd Lcuthcntzogen/vnnd auffden Pabst verwendet hct-tc.Awar das Königreich in Böhmen selbst/hat es nicht noch seine rechtmässtge Königvnnd Weltliche Ocrm/vnangcschen vnsercSociettt nunmehr vber ge-nclte 50.Jahr sichdarin gebrauchen lassen? So »st derowcgcnvnscr thun vnd lassen gar mt dahin gerichtet/wie wir dieser Welt Reich/Landt vnd Lcuth/des Pabsts zeitlichem oder Weltliche gcwaltvmerwcrffen mögen/ achten auch nicht/ daßvnscre Widersacherc selbst / so den HermStcndcn diese verleumbdung anvie Handtgeben / vns derosclbcn mit ernst vnnd gutemGewissen bezeihen dörffen.
Wa»l sie aber von dem Geistliche Gcwaltdes Pabsts reden / so viel nemlich derselb fürsich selbst zu befürdcrung der Menschen ewi-gen Seligkeit gerichtet ist/welcher zwar demzeitliche gcwalt der Königen vnd Fürsten zukeinem Nachtheil oderPreiuditz gereichct/be-kcnen wir gern/daß wir/ vermög derE insatz-ung vnsererSocietct/nach vnscrm vermögenvns höchlich angelegt sein lassen/daß alleKö-nigrctch vnd Landschaffte dieser Weit/allsol-cheGeistllche gewaltdesPabsts vber die gan-tzc Christliche Kirch erteilen/vnd demselbenmit ehrerbietung sich vnterwerffen mögen/ Snach dem Spruch des Propheten Isaie:DasVolck vn Reich sodir mt dienet/wird stcrbf.
Vnnd schemen wir vns dieses gany vnd
gär