Eigentliche VerZeichnuß.
vnd vcrwcrffcn/ was würden sie wol gethanhaben/wann sie ihn gar nicht crkcnt vnd an-genommen hetteni Was geben diese gültigeühcncn drumb daßkcrciuiznciaz gar nichtwcrc zugelassen/viel weniger gckrpnct wor-dene In der Wachen betten sie in mit weni-ger jrcr Scband vnSpot vcrstosscn köiien.Äerowegen/daß ctwan einer das icnigc/waschmevon Recht gebühret/bescheiden vnndbofflich bcgcrct/ sadannt er es erhalte/ auchdarumb bittet/ ist nichts ncwes/ vnd blßwcl-lcn nohtwcitdig: Ist auch offtmals gesche-hen vnd prattietrt worden von dcneit Köni-gen/ von welchen man mi wenigsten nit hattöitncn zweiffcln / daß sie rechte Erbengewesen. Dann etliche ^eutc scmd alsobeschaffen / daß gleich wie sie sichfrcmb-dcr Aachen gcr»t gebraucheii / also ge-ben sie solche sehr vngern wider. Dcrowegcndie Succession deß K önigreichs iiilt dcmüh-tigeinGcmüth bckrafftigcn/ vnd die Vttter-thailcn cinncnimen/ entzeucht/ gar nichts derErbschaffr so auß recht einem zustehet.- Vielmehr geschieht solches sehr weißlich/ sonder-lich wann solche vnruhigc Menschen vor-banden/ welche denen Rechten nachstellenbeschicht es doch täglich/daß ein Her: seineDiener mir bitt viel weiter bringt / als Mitscharffcm Gebieten.Äan sehr viel daran ge-legen/daß sie das schuldige Wcrck nicht al-lein verzichten / sondern auch solches gernvnd mit geneigtem Willen thun. Vn daherist es auch geschehen/ daß V Vlaüizlaus inseiner .Disposition vnnd Anordnung deßKönigreichs/in welcher/ ob er schon bezeu-get/ daß ftincKlnder rcchteEl bc sein / nichtsdesto weniger also sprichtdaß Ludwig seinSohn von denen Ständen auß geneigtemvnnd freyem willen angenommen vnndgekrönt worden. Auß freyem Willen/sprich ich / nicht so wett er der Schuldigkeitentgegen gefetzt wird / sondern sofern / daßwir auch das icmge/so sonsrcn auß schuldig-kcttzu leisten / hurtig / willig vnd mit tustthun/ dann etwas gezwungen thun / istKnechtisch: Aber um tust vnd willig thun/alswan du es iucht schuldig wercst/ist Äde-lichvnd Erbar.
Wundert mich aber nicht wenig/daß siewegen derer gegebenen Revers rühmen/vnddennoch auß denen selbigen zu ihrem behelffnichts fürbringen/auß welchem zu schttesscn/daß ermclte Könige erkennet vnd bekennet/daß sie nicht auß schuldigkeit/sondern nurauß Gnaden angenommen worden. Daß sieabersürwcnden/berttinanttus I .Habe seinemSohn I^aximiiiano mit Bitt die Succes-sion erhalten/ist gar zu kühn vnd vermessen/oa doch eben Ferdinand/danm er solcheErb-ltche5uccSsioiz erhalte / allen Fleiß vnndMühe angcwcndet/vnd auch erhalten hat/
vnd solche vnter andern deß KönigreichsSatzungen/ mit Beyfall vnd Einstimmungder Stände als ein ewiges Gesatz in Ewig-keit auffgcfctzct.Vnd/ das noch mehr ist / fohat er insclnemCodicilzu diesem Eitd auff-gericht/ dieses Erbrecht als in einem Testa-ment bindcrlasscn/ Also daß die Icnigcn/welche vermeinen/ Er habe gcwolt/ daß sol-ches seinem Sohn ander Gestalt zukommensötte/ billich außziilachcn vnd zuvcrsportcnscymVnnd istcin rechtiuessig^Fragc: Wiehat es können geschehen/daß Sie km äi nz n-clum II. welch er weht begehrte daß er crweh-lct/ sondern angcnommenwürde( wie Siesclbsten indcr ersten Vrsach bekennen) auffcincvngcbrcuchliche weise/oder ohitc anderedergleichen vbttche Exempel zugelassen ha-ben/ wann die vorige Könige auß freyerWahl vnd blosser Gnaden angenommenwordcni Dabcndtt andern KcuerjülcLdie-scs in sich bcgnffcn/warumb haben Sie der-gleichen von kmü.n.>ucjf>H. nicht auchbe-gcbrcttAbcr last vns dieWort/ wicSic lau-ten auß dem (^cttmllo kcicUrmucn I. an-hören.
Wir mögen auß gctrcwcr Vättcrlicher^.ttb nicht vntcrlassn/ Vustre freundlicheliebe Söhne zuerinticrn/daß wirVon Iah-rcn/vmb den Anfang Vnsercr KöniglichenRegierung vnstrs Kömgrclchs Böhenib/auff sieisslg anhalten Vnsercr Eron Böh-men Stände/ vnd auß Vnwissenhett deßrechten Grunds/ desselben vnsers König-reichs Böhmen Ständen/eine offene/ ver-fertigte Vrkund geben / daß sie Vns außfreyen Willen zu ihrem König gcwehtt vndangcnomcnhctten/abcr verschicnencr Jett/als in Besichtigung vnsers KönigreichsBöhmen Feybctten vnd Rechten vmer an-dcrn/vn sonderlich viiserVorfahrcn/Wey-landKeystr Earls deß i V. hochlöblichsterGcdächnuß/Bulla lauter bcfundctt worden/daß vnserKönigreich Böbmeti/allwcil vomKöniglichen Blut/Mann- oder WeiblichePersohnc vorbandet i/zu der Stände Wahlnicht kommen mag/sondern an d»cvberbttc-bene deß Königlichen Geblüts Pcrfohnenfallen soll.So haben Wir mit ermeltcr vn-ftr Eron Böhmen Ständen/sö viel gehan-delt/daß sie vns obberürte Vrkund vnd Rc-cognition wider heraußgegcben/vnd erkennthaben/daß solch Königreich nicht durch ihreWahl/sondern durch rechte Erbfchafft vndSuccession an vtffer liebste Gemahl / löbli-cher vnd stetiger Gedächtnuß / als Ihr ErbKönigin vnd Kramen gcfallcn/vnd durch sieanvnskomensty.Welchcs alles iren4lcbdczu wissen/vnd sich darnach zu richten/habenwir gut vnnd nutz seyn achten. 4. o'ebr.
Im Tlt-