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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
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Gedenckwürdtger Geschichten

maivdasBauptdeßDausesOcsteneich ge- fleissig verhüttet/ vnd verschlagener weisewescn/ hat obgesagten König Georgen die verhindert/daß der Legaten anbringen nichtpriuUc-gizdeß Königreichs Böhmen eon-! ehe angehöret biß daß die der Keyserlichmfirmirt vnd bcstattigct/ wie dann solches an- Bull zu wider vermeinte Wahl geschehen,sehnlich bezeuget dasIVimiegiumso Anno ! (Damit ia dem Recht vndder Bilsigkett alle

>459. gegeben worden: Daraußgantz leichtlichabzunemmen/daß man damals von ob-gcdachter Etauftl/so der Consirmation La-roli lV.einverleibt/ gantzvndgar abgcwi-chen/vnd also das Königreich Böhmen ankcm gewisses Geschlecht verbunden sey.

dieser Ihr scheinender Beweiß halt insich gleich widcrwcrtige Sachen: Dann ersaget daß sie nach i^äisiaum Krafft ihrerpriuileZiorum ihnen einen 8ucccllorcmerwehlct haben: Vnnd diesem;» wider ma-chen sie cmcn solchen Schluß: Daß daraußleichtlich abzuncmmen/daß mandainals vonobgcdachter Elauft l/sö dcr ConsirmationLaroliiv. einverleibt/gantz vnd gar abge-wichen sey. Dann seind sie von L^rol> IV.-Bcclaratioti ihrer Privilegien abgewichen/so folget vnwidcrsprachlich/ daß sie verniögihrer Privilegien keinen Huccellorem ha-ben können erwehlen. Dan so viel gelten dieprimlcZia als viel ihnkdcß höchstcnBauptsAuthoritetvncrklarungderselbe vermeinet.

-Darnach/so begehre ich von diesen feinctlMännlem zu wissen.ob sic-ure vnd billichvor Laro ii 1 V.Erklärung abgewichen seyn:Ist dieses nicht beschchen/so ist d»cWahl deßxocilcdrsls widcrRccht vnd billigkcn fürge-nommcn worden/ vnd nicht aus; vcrmög deß?l imlc,gij.ähabk sie aber solches lurevn mitRecht gethan/so beweisen sie von wannen siesolches lus bekomen: vn wer es inen gegeben:Dann Laroll Dcelaration warnochauffswenigste darumb gültig vnd vnvcr:urkt/die-weil durch widrige Gewonhcit dcroselbennichts derogirt oderbcnomen worden. Nunaber ist vorder nichtigen erwehlungdcorgijkein einiges vergleiche Exempel Vorgängen.Dahero dann Caroli Satzung seine K rafftvndAuthoritet erhalten/ vnd ist vergebensvnnd vngültig darvon gewichen worden:Welches auch zum Vberfiuß stattlich wn-firmirt der ^ oclus oderdie weise der Wahlsclbstcn: Ban als damals die Imigcn/so zuder Wahl einen Anspruch hatten/ Ihr zumKönigreich Böheimb habendes Iu8 durchAbgesandten gesucht vnnd geeyffcrt/ alsKeyscr Kriderich auß dem Bauß Oester-reich welcher auß dem alten Paet mit dmBöhme auftge richt/n lt für sich/elbstcn/svn-dcril entweder für seinen Brüdern / oderVettern das Königreich begehrte / Dar-nach CchmttusKönig m Polen/vnd (lm.Iielmus Dcrtzog zu Sachsen / vmer ivel-chen Oaümiru8 die Jüngste/ (IulUcImu8aber die Elteste Schwester l^säizlzj zumWeib hme: Bat bcrürter I'ociicbracliuz

Befördcrnuß abgeschnitten würde.) Vnndals die Stande/altem Gebrauch nach/ m dieKirchen zusammen kommen/ Gott zu bitte/danmdic mweWahl glücklich vn nutzlich ge-schehe/ist der Rockiza auffdic Eantzcl gcst;e-gc/vn hat durch seine hitzige vn hefftigcPre-dlg dlc zuhörcr bewegt/ daß Sie mit cinenlTumult vnd Vngestümb den Georgiun?als ihren König außgcschryen vnd gegrusthaben: welchen nachmals weder die Mäh-rer noch die Schlesier für ihren Königer-kennet. Sie möchten aber althier einspren-gen vnd sagen/ daß ihn Keyser Friderich in-vcstirt habe. Antwon: ki Mcncus hat sol-ches gethan auß Beb deß gemeinenFrtedcns/auch weit er mit einheimischem Krieg vbcrladen/ bcdorfftc er der Hülssdcß benachbar-ten Königs/ weiche er auch nachmals imWerck vnd in der That erfahren hat: wic-wol damals das Erbrecht nicht so mächtigbey den Oesteneischen war/ dieweil nochzwo Schwestern l-acijzlai bey Bben/ Einedem König in Polen/die Ander demHertzo-gcnvon Sachsen verehlichtgewesen/ vndalso das Erbrech; Einer au,; den beyden zugehörete. Vnd eben dahero ist es auch geschchen/ daß nach deß Podiebrats ablcibenVViaäizlaus CÄiniur^ Sohn/ denernmElisabeth der Jüngern Schwester i.aü,8ia,erzeuget/zu dem Königreich beruften vnd er-fordert worden/ damit aufs diese weift dasKönigliche Geblüt/so viel de MütterlichenStamm belanget/auff dem alten Komgli-chen Thron auß Krafft deß Erbrechts gcse-net würde. Bleibt derowegcn ste^ffvnd festbewiesen/daß die Wahl deß Podiebrats vielmehr geduldet/ als gut geheißen worden/weil solche wider alle Billigkeit vnd deßRechts Ordnung bcschchen.

Nach absterbendes) Podiebrats/(wel-cher einig vnnd allein die Bnien vnnd Ord-nung der ordentlichen vnd erblichen Suc-cessionzertrennet/ da dann die Schwesternb.säis!aimit höchster Vngcrechligkeit auß-gcschlosscn worvcnW recht/billich vnnd or-demltchzum Königin Böhmen angenom-men worden VViJÜlxlaus Ealimin dcßKö-nigs in Polen Sohn / welchen er mit Eli-sabeth der jüngsten Schwester lllsälziai ge-zcuget/ dieweil crdem Mütterlichen StMnach auß Königlichem Geblüt der Königenin Böhmen herkommen«

Jetzt wollen wir erzehlcn/wie dzRecht deßKönigreichs auff dieses Geschlecht Erblichkommcn/vnd wie solches auffdeffm Posten-ttt fortgepsiantzet worden.