5» ^e ocncrwuri
sabcth. Henricus Hertzog in Karnthenbat Annam zur Ehe bekommen. Nach demÄwdt aber^cnccsiai jhresVatters/istsicmit ihrem Gemahl Henne« als eine Erbinin die Regierung ctngctretten. Äann/ w-cDutZlsuMiz lib.io.crzehlct/ alsdie Standeeinen Landtag gehaltc/seynd beyde Schwe-stern/Anna crmcltem l-lenricc» vcrehliget/vnd Elisabeth noch vnvcrhcyrathcr/ fürden Ständen erschienen / vnnd btkltch be-gehrt/man soll Sie/als wann siekcincn An-spruch oder Recht zum Königreich hetten/nicht pr^teriren oder hindan setzen. Darauffdann lienricc» Hertzogen in Körnthen we-gen seiner Gemahlin Antw d»c Regierungdeß 4ands auffgetragen vnd vbergedcn wor-den. Ha hetten/ ohnemcmcEinrede/ dieStände wol disputtrcn können /dieweil der-gleichen Zuständ vndFäll biß Dato »n jhremKönigreich sich nichr.bcgcbcn/ ob die/ so nurWeibliches Geschlechts gewesen / succedirmvnd erben köndten.
Aber die ^.andstande/ haben damals ge-than/ was dem natürlichen Gesetz genieß/durch Keyserltche vnd Königliche Authort-ttt bckräffttget/vnd imKömgrelch fürSatz-ung vnd Gerechtigkeiten erkennet worden/vnd also beyde Schwestern / als ihre natür-liche vnd rechte Erben erkenet vnd bekennet.
Wolan/ wie ist die Sache mit Anna vndtteorico jhrem Gtinahl beschaffen gewe-sen? -Dieser/dieweil crvom Kcyscr llcnricoVII. auß dem -sucemburgischen Stam bür-tig/ zu seiner Jen die Confirmation nichtbegehreffdan dieses hat man zum schein für-gewendet) ist er seines Fürstenthumbs ent-setzet worden. Hieser hat gefolgt Elisabethdie jüngste Tochter Königs VVcnceslai/der daü/auff anhalten derBöhmtschen -L.andKerzen loanncs Keyscr Henrichs Sohnvom Vatter selbstcn zum A!ann gegebenworden. Von beyden ist Herkommen Oai«-lUS IV. dessen Sohne gewesen ^cneeslausvnnd 8>ßilmunt.ius,beyde haben auß Erblt-cherGerechtigkcir dz Königreich nach einan-der regieret: Was aber (Rrolus ihr Vattervon diesem Erbrecht gehalten/vnd wie steiftvnnd ernstlich er solches bestättigct/ ist obengnugsam auß dem Diplom sre oderBneffinwelchem er Keyser Fnderichs ?nullegiumeonsirmirt/ vnd dan auch auß der güldenenBullen erwiesen worden.ScineSöhnc abersemdmit einander vbcr ein ko»nnien/vnd hateinerdi andern solche Erbgerechtigkert vbcr-gebcn/aller mästen/ wie andere gemeine Vutmit jhrenAckcrn vnd dergletchenE rbgüttcrnzu handeln pflegen.Wie dann dcrBr»cffK,.Alimücij Königs »n Vngarn noch bcyHan-den/in welchem er seinem jüngste Bruder I«-anm dasErbrccht deß Königreichs Böheinbccdirt vnd vbcrgibt mit folgenden Worten:
Wir^lgilmunäus von Gottes GnadenKönig »n Vngarn/rc. Hiewal wir schonlangst/demH u rchlcuchtigsten/Fürsten v ndHerrn VVcucczlaoBöhmtsche Könlg/all-zclt Vichrer deßReichs vnd Hurch leuchtenKönig inBöhennb/Vnserm gelicbste Bru-der/nach gehaltener retffcrBerathschlagungBesonders aber auß sonderbahrer ^.leb/ dieWir auß aiigcborncr ncigung haben vnndtragen gegen dc Hurchleuchttgsten FürstenHerrn loannem, Hertzogen zu Görlitz/vnMarggraffen inder^außnltz/vnscrn ge-ltcbstcn Brüdern; Ja vns auß dcmBand deßGeblüts/seine Ehr vnd Zunehmen/zubeför-dernverbunden zusein erkennen:m»tgutemwissen vergönnet/gut gehcisscn/ verwilllget/vnd Ihme gantze völligeGewalt/ Asacht vnFreyheit gegeben vn geschcnckct habc:daß erdz bcrünibtcKönigr. Böheimbvn heben des-sclbcK önigrelchs Eron/ln welchem vermögder Bäuerlichen Vbcrgab/ vnd nach Hrd-nungder Succession/ Vns/ als nach obgc-sagtcn vnscrn Brüdern Herrn V Venceslz-um,dem EltcstenSohn vnscrs secligenKey-sers(im fall er das Gott verhütten wolle/oh-ne rechtmässtgcE rbm/solte sterben) das völ-lige Recht der Succcesstön gebühret / einemauß vns/nemlich vnrervns/vnd obgenentcnHcren loauncm Hertzogen/ welcher außvns beyden Ihme »iiehr bclicben/vud zu wel-chen er auß eigener vnd sonderlicher Assec-tion vnd freyenWillen mehr tust hübe wird/ohne alle Eines auß Vns/ vnd benemlichvnserer Widersprcchung odcrWidcrsctzungim-Leben oder rm Todt / wie vnnd wa»m esihm gefällig/geben/sthcncken/verschaffen/vniid eben denselben auß v»is zweyen den,e erdas vorgesagte Königreich verschafft o-dcr geschenckct hat / könne vnnd möge krö-nen lassen / Wir auch schaffen vnnd ord-nen/ daß von allen vnnd jeden Vmcrtha-ncn deß Königreichs Böhmen ihme Vn-rerthänigteit vnnd Trew gcleystet werde.Gleichwie ebendißallbcreit »n andern vn-scrn Majestät! Brieffcn / gesagtem HerrnV VenccsiÄO Vnserm Bruder darüberge-geben zur Nothturfft begriffen ist. Herowe-gen nn Fall daß vnscr Herr Bruder V Ven-ccslsns Römischer König im -Leben oderTodt vnserm vorgesagten Herrn BruderHertzog loanm vfft ermcltes KönigreichBöhnicn/vnd nicht vns vbergebe odcr schen-ckcte: Von derselben Zeit an absolviern/sprecheti vnnd lajsen frcy/vnnd m»t Inhaltdieses Brieffs niachenwirgantz ledig/alle mge»neni vn einen jeden insonderheit auß euch/auß wolbedachtem Gemüth vniid gewisserWissenschafft vnd vnscrmfrcyen Willen/von allen vnnd jeden Verhcissungen/ mitwelche jr/essey auffwaserley weise/entwe-der auß geleystcrTrew vn Glauben/od auch
auß