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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
41
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Eigentliche VcrZetchnus.

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bicWahl statt habe/daß solcher für emVcr- Nanfich nicht für witzig oder weiß schätze

wiltigungAnchmung/ Bcstettigung/Be- vnd halte.

kräfftlgung zu baltc/odcr aberd»e Wahl al- Was aber belangt desselben Mißgeburt/

so beschaffen/daß slcsolangL.cibscrbcnvor- als,st solche z. Köpffig an das Taglicht

banden auß beyden Bchnuschen vnd-Ocster- konuncn.Eincr hat keine Augen / wegen der

reich»schcn Käufern mcht könne oder möge groben Vnwissenheit deß Rechts: Der an-

schrcttcn/sondcrn dahin gewidmet/ vnnd m dcristvnsiät/wanckttvonetnerSeitcnauff

gedachtem FallauffAußländischc nicht be- d,e ander/i n dem er nicht bestehet ,»l der war

ftcyet.

Weil nu aber hiervon ein Kcyserliche ^e-ä ><A>VN außgangcn/ wötlen wir dieselbeallhicro setzen/ vnd den-Leser sich daraus: cr-sehe«, lasse»,.

Es wcrc zwar »ücht hoch vo», »lohten/daß »u»t vielen Worte», vcnhädtgt vnd be-schütze» wc, de das E, bliche Recht / vnnd dierechtmäßige Succession/welche Kcyscr vndKönig?- rginui^usli hat/indem König-reich Bohein-b-Snitemal solche nunlnchrl»ngantzcnch).RoMlschenRclchgnugsani bc-kanr/auch vorhin schon crwiesen/vnd appro-birt lst.Auß wclchcmGrund auch bcschchcn/daß/als ncwlich vor etlichen Monaten einvnglückscligc Geburt an das Zag licht kom-men/(wol« Gott/ es wcrc nie geschehen)v»»d mit sich etliche vngrütidtliche v»,d gantzv»,gcrclnibtc Vrsachcn gebracht/durch wel-che die Böhmische Faction angetrieben/ daßsie sich vcrmchcntlich vnterstandcn / ihre»,rechten ordentlich gekrönten König / wel-chem sie sich mn Eydt vnd Pflicht verbun-den/m« höchster Vnbllligkcir vn Frechheit/auß zuschl,essen vnd zu verwerffen : hierge-gen aber einen andern an seiner statt vngül-tig vnnd vergeblich einzuführen : SolcheMißgeburt ist nun von Niemand würdiggeachtet worden/daß etwa», einer die schönevnd nntzltchcIelt in dcrosclbcn Widerlegungvergebens anzilwendc/fich bearbeitet. Son-derlich aber auß dem Bedrucken/dieweil cr-mcltcSchrifft durch vnd ditrch Mit lauterVcrlcumbdungcn v»,d Schmachredcn ge-spickt/welche doch alle die Weltkündige Tu-gend dcßalter vnschuldigstcn Königs /vber-flüssig widerleget vnd vrnbstossct: Darnebenauch bey allen Verständigen vnd so die Ge-rechtigkeit lieb haben so viel gilt/daß der ^ u.ltror desselben boßhafftcn Gedichts keinenGlauben noch Beyfall finden wird.

Dieweil aber der emgetruugene Wcch-selbalgodLarven König /sich nicht schcwet»,och schämet m seiner netvlich ans hicchtgegebnen Information oder Dcclara-twn/obgesagrc Paßqu,llischc/ lügenhaffteSchrifft / zu seinem Behclff anzuziehen/vnd auff dieselbe fleh zu bcruffen: IagarzuRechtfertigung seiner bösen Sach auß sol-cher Schutz zusuchcmSo hm man nach demRath deß Weisen Manns einNothturfftzuseynerachtct/de»n Verleumbdcr vnndboß-

Haffttgen Erzchlung kacüi vnnd der Thatselbstcn. Den, dritten Kopff mangelt dieSttrn/diewell ervnvcrschämbt lästertvnndjchnkähet.

Will es deutlicher sagen.Dievermein-te Vrsach / warumb fic ihren ordentlichenvnd rechmässtgenKönig verworffen/ t,cm-Mensieälurclihcra'olcQivliis. Als Wanndie gütigen hzcr:n Stä»,dc in Böheimb enlfreye Wahl eines Königs betten/ die ihnendann auch diese auffrührrsche Geselle», selb-sten nehmen vnd zuschreiben.

Diegreifst den gemeinen -Laichtag sech-sten an/vnd gibt für man habe damals nichtBidcrmänl.isch vnnd redlich gehandelt/ da»reinlich,n demselben kwräinz »m uz zum K ö-nigauffgenonimen vnd als ein E rb-Könlgcrkcntiet worden. Diez. erdichtet vnwar-Hafftig/König5erämanclushabe nichtge-haltsn/»vas er ihnen geschworen/ Erkläretihn für euren öffentlichen Feind deß König-reichs/v»,d daß cr daher durchauß kein Kö-nig seyn könne.

Du aber günstiger -Leser / erwege »nit be-dacht folgenden Bericht. Sovcrhoffe ich/daß du / wann du auch gar bißhcro der abge-sagteFeind gewesen werest/die klare vnd lau-tere Wache« werdest erkennen / derselbenbeyfallen/vnd allen VerlauffbererSachen/so von der zeit an dle'Böhmcn geübt/verdam-men vnd verwerffen.

D,e erste Vrsach/ vmb welcher willen dieBöhmen ihren König/ deme Sie sich nurEyd vnd Pflicht verbunden/ absetzen vnndverwerffen / geben für / dieweil cr NiemalsRcchtmässig/nach Gebrauch vnd alter Ge-wonhen vnnd Außweffung der PrivilegienzumKoillg,n Böheunb sey erwchlet wor-dcn.Ia er sclbsten habe nie begehrt erwchlet/sondern»,», angenommen vnnd gekrönct zuwerden. Warumb cr aber solches gethan/wlrdt auß der e» sten vnd dritten Vrsach lau-ter vnd klar erfolgen.

Nu wolan gesetzt/aber nicht gegeben/dasErbRechtKcyscrvkoräinancl! sen zwcissel-hafftig vi,»,d vngewiß/vnd es habe das anse-hen/als hettendle Böhmen ein Recht bißhc-ro einer freyt Wahl gehabt/So würde dochei», theil der Böhmen / nicht das K önigreichsechsten an setzo sich vmb sonst bearbeiten/wan fie cmen ncwen Stre« wcgedeßWabt-

^ ^ , rechts anfiengcn:Iadas Königretchselbstcn

hassten (Vchmahcr zu antworten/damit der l würde nicht vielaußrichten/sintemalsolches

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