40
Gedenckwürdig er Geschichten
Hcrrlcin vorhanden/keinen AußländischenFürsten anncmcn/ glauben halten / einenFürsten seines Reichs nicht berauben.Gleicher Masten harderKeyser / als dieBöhmen Ihnen zu Ihrer Cron oder dcro-s tben Vorrnundschafft bcruffen / solchesabgeschlagen/ mit vermelden daß es nichtEhrlich/daß er deß ftn,gen dessen er Vor-münder seye/ Erbgut besitzen solle/ kön>,ces auch nicht Vo rmundschafft weiß anncnr-men/sic möchten Ihnen Vormuirder such-en/wo sie wolten/oder sie selbstcn sollen vn-dcr deß der Junge Eier? vnnd Waise auff-wüchs/das K ömgreich verwalten.
Baldt daratiss eaöcm Zcnerzrionespricht d^suclerus, nach Absterben l-acilsla> Königs m Böhmen / wandte Casimirder König in Polen vor/ dasKö ugrcichgcbührete Ihm wegen seiner Gemahlin deßverstorbenen Königs Schwester, Vchgle»-chen Hertzog Witlhclm von Sachsen derd,e anderSchwesterhattc.Wlc auchSigis-mundvnnd^löcrtus Ertzheryogen zu Oe-sterreich wegen der Erkaompsctatcn mildemKönigreich Bchmcn.
L romeruz ein Polnischer Seribcnt: Im-Leben deß Königs Vladislaivmb das JahrChristi Imachzchendcn Buch: Alsbey der Reichs Versamblung dtt Sach »nrclffc bcrahtschlagung genonunen/ ist vorgut angesehen worden/ daß der König dasangetragene KönigreichBehmc nach Ver-wcrffung.vnd Auffkündtgung deßccs!2l Nicht solte annemnien/ zu>n Theil/wegen viel vbcrhaufften im Eandt Kätzc-rcien/innerlich Vnruh vird Trennungen/zum Theil/ weil man sich Keyscr Sigls-niundmüste zum Feiirdt machen / welchemdas K önigreich rcchtswegcnzustmrde: vnnd
gen derErtzhcrtzoge außDcsterreich/welrhenauß Vertrag vndErbeintgkclt/Casimir derKönig inPolen/HertzogWilhelm inSach-sen/dencn auß Erbgcrcchtlgkeu wegen ihrerGemahlinnen vnnd IhrerKinder/ das Kö-nigreich gcbüret hette/vbcr vnd hlndcrgangkVnd Mi -c.Buch zu e»td: derKönlg inBeh-mcnIörg Podicbrad/ficngan sich wegenseiner Kinder so möchten am Reich hinder-gangen wcrdcii/schr vor demK önigCasimirin Polen zu förchten. Hann er wol wüste/das; deß Königreichs Erbgcrechttgkeik vnndSuccession ihm wegen seiner Gemahlin dieeines Vngarijchcn vn Böhmtschcit KönigsTochter vndSchwester wcre/ mit Recht zu-stünde.Vnd l->ö. ÄlcBehmlschenGe-stmdtcn/deren Principalder Oberst Burg-graffHcnvon^tcrnberg war/hielten beydem König in Polen Easimir daß er das sc-nlgKönlgrcich wolteauffvnd anneme/wel-ches ihm von rcchtvwegcn vitd seine Kinderndurch cmerblichc^ucccstion zustundc/damitdassclb von den Gott- vnd trcwloscn Ketzernnicht eingenommen würde.Er zwar wen ermit einem andern K rieg vermittelt war/ haesolches außgeschlagcn.aber vnder dessen ha,er sein Erb vndSuccession recht vor sich vndseincKindcr mcht wollen vbergebenssonbernsahe vor/wohl n es nut de Bchmc wolle auß-schlagen.Vnd dieses widerholt er eben mrsel-blgen Buch bald darauff.
Vnd solches habe auch wol erkant etlicheOcsterrcichljche Stand lnOcster:cich/nr ei-nem Schreiben an Keyscr leiarilnam. MitdenWortcn.wie leicht!ich ein so schönesKö-ntgrclch von einem solchen HohenHauß kanweg komnien/vnd wie schwer cs wider zu ho-len/arichzu der zeit/da die ?aQa.Sicbschass-ten/vnnd das Gcblüth neben c»ncr solchen
bald hernach: Als d»c Beh,Nische Gesandten Wabldtc doch auß dem Geschlecht mehr gc-darauffgerrungen/daßcntwcderE rderK0- het/grossen Aucrit zur bereuen
mhin Polen Vlacli^iaus. oder sem Bruder können/welchesMch tnder Schlesieran ihrVilo>äusE)ertzogindcrEittaw das König- damalsKön.M. kmrUin.Schreibc crschei-rcichanncnic: har maninbcydcr)^au>m,h- net/mdemsie mehrermals setzen/ bey deroncn zur Antwort geben/ wiewol sie alicdeyd regierenden Königen in Bchmcn -Lebzeiten
von Kcyser Sigissnund hefftigavaren vcrletzct/wolten sie doch nicht böß nut bösem vergcltcn:Sic wüsten wol/daß dasK ömgreichBchmen Erblich dem Kcyser Sigissnundals deß abgesetzten Bruder zustünde: Sieerinnerten sich auch der Bündnuß die sie muIhmauffgcrichtct: Vnd wollen auch Ge-wissens wegen nicht vtidcr den Ketzern woh-nen. Weiter ll.il, Im beben Vlactislu,vnnd Laüitunvmbs Jahr,444» AlbrechtHcrtzog in Bcycrn ist von K eyser Fridcrlchcrmahitet/ daß er das Königreich Bchinendem jungen vnnüindlgcii Hcnen ^zci.siaoilit entziehe. Ferner lab. ^.ImIahr»^.mich l-süislai deß Behmtschcn K on»gs Tod
zu Succcssörn angenommen vnd gekröntenBeh,usschcn K önigen. Vnd ob schon sie keinSumm hatten/het man doch im Namen derBehmcn erwehltcn setzen können.
Vnd so viel von denIcugnussen derSeri-benten/anderer zu geschweigcn. Was nundas vblich Herkommen vnd Obscrvantz an-langk/schetnc es/daß man in 600. Jahr aus-ser eurem oderdemandern Exempel beydenHertzogen vnnd Königen m Belmun allezeit in dein Staniiii Hauß vnnd Geschlechtverblieben/man magcs nun emWahl oderAnnehmung/oder Bestettigung/odcrVer-willigting oder anders iremre. Also daß dcro-wegcn vnparthcytsch zurede/entweder es bey
ist (ZoosK?vclicbr3cjKön,gworden/heigc- etnctErblrcheSucccssionvcrb!c,bc/edcrwo