Eigentliche VerZcichmlß.
»nbedcncken/daß wann em König in Bch-men ohne Männliche ^eibserbe Todts ver-fiele/man Krafft deß Vertrags zu den Erü-hertzogen von Ostcnelch sich müsse wenden.Allein die Huffitische Faction vnd vermeyn-tc Religion hatte damals die Oberhandt/dannenhcro derjenige / so bey dem vorigenK önig Statthalter war/ muste König wer-den/(-colg. Loclekrzciubein BöhmischerFreyhcr:.Wc>ter vec.^.Iib. 2. Nach Kö-nig kvclicdracu Todt/als Viel vmb dasKö-nlgreichBchinen bulctcn/attmastcn sich des-selben Königreichs der Vngarifche K önig>l3rlK>Z8,als dcrdeß Kocjicl>r3c.'ij KönigsTochter zur Ehe hatte/ wie auch seine Söh-ne durch sue.ediercndc Erbgcrcchngkeit/vnddann nicht weniger/deß Kcyscr FrideriehsLegaten/wegen deß Vertrags den Bchmenviid Osterwich au ffgcricht/daß wo der Bch-inischc Stam außgicng/ die Ostcrmcher diencchste Erben wcren. Sonderlich aber hatdas Erbrecht getrieben König Casimir inPolen / dcrdeß vorigen KönigsSchwester hatte/nemblich vor seinen SohnVi.iciiülaum der es auch et halten/vn K önigin Bchmen ist worden.Wann man/ sprichtLo nü n, uz.BillichkeZt Recht VN Gerechtig-keit sol handhaben/wer woltc doch läugnen/daß das Königreich Bchmen/ dz von so vielAlt vnd Vraltvättern deß durch ein schnel-len Todt hingerafften Königs 4adißla»/ sei-nem Enckel zustundet wer woltc einem En-ckel/wann seiner Mutier Bruder Mit Todtabgicng/wcr wolr einer Schwester/wann jrBruder stürbe/ jr gebührend anfallend Erb-gut ncmene wer wolte den Nachkönilingenihrer Vorfahren vt»nd Voreltern Gerech-tigkeit vcrlaugncnkwcr woltc ein solchen sei-nes Erbkönigreichs beraubeniNun was ein andern Smbenten anlangt/ncmblich Luspinianum/ dcrdie RömischeKeyser vor hundert jaren beschrieben/sprichtdcrsclb lM^cbenHeMrich deßSiebendenvon^ützelburgRömischen Kcysero:Fr>dench einErtzheryog aüß Ostcrmch hat das -L.ehcnvom Keyser empfangen/hingegen hat er PasRecht vnnd Anspruch / welches er im Kö-nigreich Böhmen mit seinen Brüdern ge-habt/ gcschenckt. Baldt hernach sagt er:Nach Vollender .Hochzeit / hat man außFrancken vnnd Beyern ein Kriegsmachtzusammenbracht/ dardurch Ioanncs Key-ser Hcnrzehs deß siebenden Sohn mitder Königin (eines Böhmischen KönigsTochter) in Böhmen / welches jhr Mor-gcngab war/geführct würdc.Dann ob zwarHelttrich Hcryog auß Kärnten die anderSchwcste» Annam zur Ehe hatte/ist er dochvon den Standen verlachet worden.Im 4c-ben Keyser Sigssmundi spricht dieser Scri-bem: Keyser Sigtsmund hab vor seinem
Todt den Standen deß Königreichs Böh-men vorgehalten/sie solten seiner Tochtcr-mann Eryhertzog ^.Iberrum von -Oester-reich zum König ncmmc'/diß sey sein bestän-diger Will/welchen als er allen Her:cnhat eröffnen lassen/seye er verschiedcn.Wei-tcr im -leben Friderich Keyser deß Dritten:-Biß ist nicht vnbilltch fast von jedermanngescholten worden / daß der Kcyscr widerdic Keyscrl. Mayestät einem König von sogeringem Stamm vnnd Herkommen fol-gcte/vnnd das Königreich von dem Ocstcr-reichlschen Hauß einwenden ließ: Äa dochvon Alters es verglichen/daß wann entwe-der einKönig in Böhmen/oder ein Eryhcr-yog in Oesterreich ohne Mannliche 4cü»s-Erbcn soltc abgehen / die -Lande dem andernTheil an vnd zusielcn. Vnd da die BöhmenMit den Märchen MstäudigTag vnd NachtMit vcrdruß anhielten/ IhrKeyserl. Maj.woltc doch als Vormund vnndtir-cror deßKö n igreichsBöhmcn sich vnter-fangen/hat er solches allezeit beständig auß-gcschlagen. V»td bald darauff: MatthiasKönig in Vngarn/als nach seines Schwä-hers Podicbrad Königs in Böhmen Todt/ViMisizusdeß Polnischen Königs Sohn/aber auß den Böhmischen von der Mutterher/Stam/ zum Königin Böhmen ange-nommen/hat sich darüber entrüstet/mit vor-geben jhm von seiner GemahlM so deß ver-storbenen Königstochter/wegen das König-reich Böhmen gebürte. So viel auß Lahn-nianOt
blaucierus ein Teutscher TübingischerScribcm vor hundert Jahr/
48. schreibt also: Kcyscr Sigismund habevor seinem Tod die vngrische vnd Böhmi-scheStändtzu sich gefordert.Ihnet/vorge-haltcn/daß er men seineit TochttrinanErtz-heryog Albrecht zu emcmNachfahr am Kö-nigreich ernenne/deßwegen er auch gewisseGesandten Men bcnamc/ welche nach selneniTodt den Ständen in Böhmen sein Testa-ment eröffneten Ferner g-nei-ar 4^. NachKcyscr vnd Vngrischen auch BöhmischenKönigs Albrechts Todt/war vbrig cM jun-ges Her: lein/ so nach deß Vattcrs Tod ge-borm/l.acli!lz u s,welches die Böhmen vbcr-giengen / vnd an seine statt ein Heryog vonBeyern annahmen. Welches als ^cyserFrlcderich der Dritt vernommen/ last erdenselben Herzogen vermahnen/ daß er dasKönigreich welches einem andern zustünde/nichr.anncme. ÄerHcrtzog als deßwegen dieAbgesandten Böhmischen zu Iom kamen/thut sich gegen dieselbe wegen eines so an-sehnlichen angetragene K omgreichs bedan-ckcn/abcrvermahnet sie darnebe/ daß sie all-dieweil deß Keyscrs vnd Königs AlbrechtsÄlannlich 4cibserb ein Mnges Söhn- vnnd
D ij Henlem