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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
38
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Gedenckwürdiger Geschichten

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land vndcr die Brüder außgctheilet.lbläemVrari^Isus ist nach seines Vatters ableben/als der eltcste zum ^hertzog in Böhmen dccla-rirt worden. Ivicl. VrariZizuslst außgutemFugvnd Recht ein Erb vnnd Her: deß Kö-nigreichs wordc/nach wclchcsTodt das Re-giment auß gantzer Vollmacht an denSohnangcfallemIdlö.Keyfer Hcinr.dch Siebendalsernachaußsterbendeß erstcFürstl. Beh-mischcnStamsvon llrimizlavdem Erstenher/ daß das Königr. Behmen an in mitrecht gefallen were/ bey sich bedacht / hat erdarin vcrwilliget/daß sein Sohn Ioannessich mit Frcwlein Elisabetha Königs Wcn-yel in BehmcnTochtcr/vcrbeurathct.ldicj.8! A1 lmunciu 8 Röm. KcystVndKöuu> iBch-mcn/als er scinenTodt vermerckct/hat er dieVngarn Behmen vnnd Märchen zu sich insein Gemach bcruffcn/ vnd ihnen eben dasvorgehalten/ wie droben Du bra»> u«.Ebendas sagt dieser Sertbcnt von Kcyscr Fndcr.dem Hritten/wic auch droben bey i)ubrauiovermcldtt.

Lonlinius ein Vngarischer Scribentschreibt glcichermassen hiervon. In vccacli^?.li.?.schrctbteralso:Sigismundus dcrKey-scr vndKön. inBehmcn sagt zu denVngari-schen vndBchMtschench)erm also.dicwcit itzodie Acit daß ich mich zu meinem Vättern sollverlamlen/so bitt ich euch durch die Pflichtmit welchen Ihr mir zugethan / daß ihr Al-bcrtum Erßhcrtzog zu -Oesteneich mnnenTochtcrman/de ich euch fctzo zmn König cr-ncne/anncmct/ießo ehe lch sterbe. k)ec^cj.?.üb. 4. Als die Behmen vernommen/ daß dieKönigin Elsabcth cin iungcnBwrm ^.adis-laum nach fhrcs Bn ncn Tod geboren hatte/liessen sie ihr durch Gesandten anzeigen/daßsie auff bevorstchcndcRcichstag vorbrachtedasRccht daß sie vermeinet zu dem Königr.Behmen durch ihren iungenchxrm zuhaben/vnd deßwegen ihre Gesandten dahin schickenwoltc Vnd zwar hatt e einer auß dcnSrändcdieandcrcHcnn fast miteinander auffjrc vnihres Sohns Seiltengclenckct/ wiewol einanderer vorbrachte/ man s»lt m solche wich-tigen sachen auff dtc Wcibcrvnd dcrKmdcrschreyen nit sehcn.Sc andern tag aber/ nochdem der Reichstag angieng/habcn gedachterKönigin Ellfabcthc Gesandten die Erbgc-rechtigkc»tzumKönlgr.Böhmen ihres fun-gen ch)cr:en verthatiget/ die Stände woltcnwcderMuttcr noch Sohn ihres Kömgr.be-rauben.Äann sie wol tvüstcn/was allerVöl-ckcrRecht wcrc/was dieGescyt dcßRonusthcReichs vermöchten/ was die Bündnuß mitdem T>cstcr:.Hauß auffgcricht »n sich hcttenwie hoch die wolthaien deß Vattcrs Älbcrt,ihres gewesenen K önigs sie verpflichteten/vnnd wie sehr sic.das iunge vnmündigc Alterdcß Jungen chierwn^adtslat solle bewegen.

OurchwzvoreinSchein emer feines Vät-terlichc vnAltvättcrlichenKöntgrcichs tön-te beraubt werde. Eben am selben T>rt spricht .der Autor weiter: K cyserFridcrich derÄrtttvermahnet Albenum ch)cryog in Bayern/welchen etlich zum Böhmischen König hat-ten vorgeschlagen/daß er sich nitdurchEhr-geiy eiti frcmbdesKöttigreich anzunemc wol-le verleiten lassen. dteBöhmen/alldieweil einErb vorhandc'/ dem das Königreichzustün-dc/Kö>lte,i keinen andern crwehlö: Vn hat-ten fälschlich Vorhaben / auchE)alstarrigbehaupten wollen/als wan sie von frerMm«Krafft vnd Macht einKönigzuwehlen/daß °sie ihnen nie gestattet helt/bekommenhetten.Äeßgleichcn hat gedachter g)eryog in Bay-crnAlbertusdcnGcsimdtcndieihmdieCronBehmen angetragen/ runt herauß geant-wortet: Es sey vnmcnschlich/ daß man denWaisen / dtciederman befördern solle/ ihrRecht vnd Gerechtigkeit solte antastenvnndverlctzcn.Esscyeihm dieVcrbündnuß zwi-schen Böhmen vnnd Oestermch nicht vnbe-kandt. «Oeßwcgcn dann/ederman darvorge-halten/ derHcrtzog Albertus scye ein weitmehr berümbtcr K önig durch Ausschlagungdann durchAnnchmungdcßKönigrclchs zu-schäycn. Als aberdte Bchinen / nach dem siealso waren abgewiesen/bald hernach beyIhrKeys. Mai. Friederich selbsten anhielten/sie wollen diejes Königreich/Po nicht vorsich selbst/doch nur Vormunds weiß anneh-men/ oder solresei» Vormundschafft auff-künden/dasselb vor sich inHaben vnd verwal-ten/sintemal einmal Krafft derBchmischenmit T>cstcr:eieh Vcrbündnuß/ die Behmenbey vaeiercndenl Königreich / den eltcstenauß dem Ocstermchlschen Sta,u>n zu einemKönig erklären kömcn / hat er zlir Antwortgeben/daß er Nicht gcsinnct schändlichervnchrbarltchcr Weiß den Herwn bestenVormu ndr E r were/ vmb sem Erb l ich Kö-mgreiehzu bringen/wolle auch nlchtdcßKö-»itgreichs-Bchmen Vormundschafft auffsich nehmen/ dieweil er wüste / daß dieselbeohn «nächtigen Vnkostcn nicht könne ange-trcttcn «vcrdcn.

Also auch l)ecaä.;.Ii.s.??ach König ia-disialTod/alswegceincs nctvenKönigscinRciehsVersamlungangestellt/hatEasimirK önig inPole seni recht welches crdurch sei-neGemahlm deß verstorbene K önigs ^avis-lai Schwester/ zu diesem Königr. Böhmenhertc vorbracht.wic Nicht wemgcrWilhelmein Hcryog auß Sachsen/ dcr dw anderSchivcst'. r hatt: vnd dann Stgisimind vndAlbrecht beyde Gebrüder vnd Eryhcryogcnvon T>esterwlch solches Königreich vcrnrögder auffgerichten >n»t den Böhme Vercräg/ihr Recht vnnd Anspruch zu diesem König-reich einwendeten: m bedcnckcn/daß WM un

König