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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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4^.

gute Belohnung/die Böstn aber in der HellenMarter vnd Pein haben sollen / aber nicht Ewig/sondern die Seelen sollen nach etlichenIahren mir andern Leibern / in einer andernWelt / deren Sie viel ikarusren, wiederum!»auffs nerve geboren werden. Ihre Kirchensollen voller Götzen stehen / deren etliche vhralte grawsainc Monster/ von Ertzt/ Marmor/, Holtz vnnd Erden gemacher. Ihre Pfaffenoder Gorcndiener Olclami genand/besche-ren Köpff vnd Bart / wieder den gemeine!«

Gebrauch der l^lneler , vnnd behängen sich

bey ihren Götzendienst mir Meßgewand/vnlgebrauchen viel Ceremonien / nicht vi,gleichdenen/so bey den Papisten m gebrauch sind.Diese lieben meist den Lel,l?m oder daß vnehliche Leben; Theils ziehen an vnrerschiedliche örter hcrlimb betteln. Theils aber bege-ben sich in das Gebirge vnd Holen/fuhren abEinsiedler ein hart strenges Leben. Sie solle:anch bisweilen / gefangene Thiere/Vogel vn!Fische kauffen vnnd wieder in die Lufft oderWaffer frey gehen lassen. Vermeinen sie ha>beir dadurch viel gute Wcrcke gethan. Solchen Gebrauch sollen auch etliche Muscovitelin Rußland haben/sonderlich zur Zelt der gros-sen Fasten. Dieser art lb/mclerso die schlech-testen vnd gcringesten im Lande/sollen etlicheMillionen gezehlcr werden.

Die dritte Serte wird genand/sol von einem INilolopsio, so zur Zeit des5on5ur gcleber / eingeführet worden seyn.Von diesem kakuln-eu sie / daß Er sey 80Hhr in Munerleibe gewesen. Ob derselbewol von seiner Lehre keine Schrifften hintersich verlassen/so haben doch andere/so sich seine Nachfolger genaird/ auß allerhand Sectu,viid Schwcrmereycn/etliche Bischer mit sei,zierliche:,Worten zusammen geschrieben. Diese leben auch meist ohne Eheliche Weiber inKlostern/sind auch schlechte geringeLenre/ erliche haben Weiber/wohnen m Hausern/vn!halten gleich andern zu gewissen Zeiten jhrcBetstunden. Sie sagen/ daß sie vnter andern(von jhnen erdichteten) Göttern vnd Götzenauch den Her.'cn des Himmels ehren/ bilde,aber ihnen ein/gleich auch die Persianer thundaß derselbeeine Leib habe/gleich wieMensche.

Vnter andern ihren Geistlichen Fabulenwird auch diese erzehlct:

Der Her: des Himmels der jtzo regiere/hiesse Li-lm, dann vor diesem hette einanderdie Regierung gehabt/mn Namen I>cu. Die-ser b.cu were eins mahls / auff einen weissenDrachen herunter auff Erden geritten kom-men / welchen Liam damahls ein berühmterWarsager/;u sich geladen. In dem nun l.cuüber der Mahlzeit sitzet / vnd sich nichtes bösesverimihtet/gehet dli-m vnd setzet sich auffdenDrachen / reitet hinauff gen Himmel »ndlumpt das gantze himllsche Reich ein / vndschleust den alten König I.eu gantzlich darvonauß. aber hat noch so viel durch bittex'ym newcn König erhalten/ daß Er nur auff.inen hohen Berge in leinn p,-rsicilren-ge/da sol Er noch biß auff den heutigen Tagseyn / aber den Berg kan niemand finden.Geben also die armen Leute zuverstehen / daßSie einen solchen Hern, / welcher eines an-dern Reich betrieglicher weise zeraubet/füremen Gott ehren.

Sie lehren auch daß ein Ort sey/in wel-chen das gute belohnet / vnd das böse gestrafftwerde. Item daß der Mensch entweder dieVnsterbligkcit/ oder doch em langes Leben all-hier bekommen köme. Solches zu erlangen/schreiben sie einem vor viel vnnd mancherleyarten zu sitzen / Imn etliche Gebctlcm offt zn-.vidcrholen/vnd gewisse darzu bereitete Artz-ney zu gebrauchen/ durch welche man nebenihrer Götter gunst/entweder jmmer oder dochlenzer leben wurde. Zeigen auch in ihrenTempeln etliche Bilder derer/die dadurch mitLeib viid Seel gen Hummel gefahren wehren.Hrer Pfaffen meistes werck vnd thun ist/ dieRuffel außrreiben/ dann sie davor halten/ daßiyre Hauser zum offtern von bösen Geisternbesessen werden. Wem, sie nun solches ver-richten/schlagen sie den um Tinten.auffgehlPapier gemahnen Tcuffcl un selben Hausean die Wand 'vnd fangen drauff an / so er-schrecklich zu schreyen/als wenn Sie dicTeuf-fcl selbst wehren vor solchen Geschrey sol derRuffel weichen. Sie geben auch vor/ daß sienach ihren willen allerhand Wetter machenkönnen/scheinet/wann dein so ist/daß die Tcuf-fcl sich vorjhnen mehr auß Freundschafft / alsauß Zanck außlreiben lassen. Die vornemb-sten dieser Secte wohnen in den TempelnHimmels vnd der Erden, vnd werden in ver-1

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