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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Hoffe pakir-t, Etliche famlcn derselben vielin ein Buch / vnd so sie etwas denckwürdigesfinden/wird es der ?oüeriret zum Nachrichtin die ^nnülez k-e^l! gebracht-

Die jahrlichenZolle vnd Einkunfften desKönigreiches/sollen sich über 150000 Mil-lionen erstrecken/ vnd werden nicht indes Kö-niges/sondern in den gemeinen Landkasten ge-leget. Es hat auch der König nicht Machtnach seinen gefallen darmn zu handeln/ son-dern es wird davon die Königliche Hoffstadtgar reichlich vnd überflüssig vmerhaltcn/wieauch des Königs Anverwandten. Item alles/was zum gemeinen Wesen gehöret; Da danndie Mawren der Städte vnd sonderlich desLandes nach derTartarey gelegen/ anwclchenjmmcr zu flicken ist / die meisten Vnkosten er-fordern / daß auch bißweilen solche jahrlicheEinkunfften/wie groß fie auch seynd/nicht zureichcn/vnd ncwe Schätzung auffs Land mußgelcgcr werden.

Diese dlation hat niemahls Lust gehabtjhre Benachbahrten mit Kriegesmacht anzu-fallen vnd dadurch ihre Grentzen zu verwci-rern/ da Sie doch wegen jhrer grossen Machtwol tonten/sondern lassen sich an dem genü-gen/was Gott vnd die Natur jhnen gegeben/vnd sehen wie sie dasselbe erhalten.

Von der I^incier R.clioion etwas zu-gedencken: so findet man in ihren Schrifftcn/das sie vor Alters alle einen einigen vnd Höch-sten Gott bekennet vnd geehrt haben/welchensie einen König desHimmels/Item den Him-mel vnd Erden selbst genennet haben/vielleichtauß der meinung/daß Himmel vnd Erden le-bendige dinge wercn / deren Seelen sievor denhöchstenGott gehalten. Neben diesen habensie etliche Geister der Berge/Flusse/vnd dervier theile derWclt/alS beschütz Geister geeh-ret. Itzigcr zeit aber befinden sich im gantzenReiche sürnemblich dreyerley Sectcn. Dieerste ist der ?ln1oiojchoru m, oder derGelahr-ten. Diese glauben vnd ehren einen einigenGott/vnd doch darbcy etliche andere Geister/wiewol im niedrigern Grad/gleubenauch daßdas gute vnd böse seine belohnung haben wer-de/aber in diesem Leben / entweder an jhnenselbst/oder an ihren Nachkommen. Dann siegläuben nicht daß nach diesem ein ander Leben I»u gewarten sey. Etliche aber meinen / daß die ^

Seelen der Frommen mit den Tugenden sichalso vereinigen / daß sie durch dieselben vn-sterblich werden. Der bösen Seelen aber/sobald sie vom Leibe außgiengen/vergiengcn alsein Rauch in der Lufft. Vnd ob diese zwar ei-nen Gott bekennen / haben sie doch keine Kir-chen oder Tempel/ noch sonst etwa einen Orch/in welchen sie zusammen kehmen/vnd jhrcnGottesdienst hielten/haben auch weder Prie-sternöcheinigciiolcnniretcn in derReligion.DieOpffer find bey jhnen im Gebrauch/ wel-che sie dem Könige des Himmels thun / Eswird aber nicht jederman vergönnet zuOpf-fcrn/sondern sagen es gebühre nur dem Kö-nige. Daher auch der König in beyden HauptHenschafften vnnd öc^uin zwey

herliche Tempel/ deren eine dem Himmel/ derander der Erden zu geeignet ist / haben sol.In denselbigen haben vor diesem die Königeselbst viel Ochsen vnd Schaffe opffcrn müs-sen/jtzo aber ist es dem kvlzAlffr-n übergeben.Diese Cecrc hclt nichts vom OIM-nu odervnehlichcm Leben / Sie nehmen so vielWei-ber/als jhnen beliebet.

Sie sollen jahrlich jhrer verstorbenen El-tern vnd Großelcern Gedächtnüß mit sonder-lichen Ceremonien begehen/vnd dcnftlben sogrosse Ehre erzeigen/als wenn sie noch am Le-ben wehren/vorgebend/daß sie wol wüsten/das die Todten darvon nichts empfunden/noch von den Speisen / so sie dabey aussetzten/genössen / oder bedürfftig wehren / sondern siewüsten nicht/ wodurch sie sonst ihre Liebe bessergegen sie zu verstehen geben kömcn / als durchdiß. Etliche sagen/daß solche Gewonheit da-her eingeführet/damit man den KMdcrn zuverstehen gebe / wie hoch man die Eltern beyLebzeiten ehren sol/ weil man solches den Ver-storbenen thun muß. Es sollen auch in gemeindie Kinder den Elrern daselbst so grosse LiebevnEhre erweisen/als sonst bey keiner d^non.

Die andere Secce nennen sie vmitokc,sol Lkriiki 65 auß InelolMn ihrenVrsprung genommen haben. Dann derlei,nelcr König ist durch einen Traum bewogenworden/ daß er Gesandten nach l-MolMn ge-schicket vmbdcrosclben Kcllxion vnd Bücherins Land zu holen. Diese ksbulircn daß dreyGötter in eineGonheitscyn zusammen gegan-gen. Glauben daß die Frommen im Himmel

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gute