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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
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den Gästen ein ganz Buch vollLomaeclienvorlegen/ vnd eine von denselben/welche ihnenzu schawen gefällig/ außzulescn; Vnnd mach-ten also vncer dem Esten vnd Trinckcn/ wel-ches sie bey 10 stunden anst der Taste! stehenlassen/den Gästen allerhand Lust.

Daslbuclium klechcum, vnd gebrauchder Arzeney/ ist bey ihnen auch gar üblich. Escurircri Gelahrtevnd Vngclahrtc mit Kräu-tern vnd Wurlztln. Vnd wann der ilckecii-cu.-i einen »r-äum anmmpr / wird Er dahcronicht grösterS Ansehens vnd mehr gebrauchet/alswol die inl'-lculrzrc s)»Iiric3,sondern werdie besten Luren thut/ ist der Vornembste.ES sol nicht viel bresthafftc Leute geben: in-sonderheit werden sie niemals mit der Krauchheit des Steines bchasttet/vnd erreichen insgemein ein'Aleer von 70 vnd 80 Iahren mitgutenKrasttcn rnd Vermügen; Vnd vermei-net man/es kommevnter andern allch daher/weil sie keinen kalten Trunck chuil / sondern allihr Gctranckcmuß heiß seyn/auch in den hest-scstcn Sommer / welches denn dem Magennicht vndienlich ist.

Die l-ineser seynd auch grosse Liebhaberder älckymisterey. In derselben bemühen siesich sehr/ vnd bißweilen mit Verlust ihrer gan-zen Wolfart/zwey dinge zu erlangen: Nemb-iich Silber a»»ß andern geringen Metallen zumachcn/vnd dann eine bckcclicin zufinden wo-durch sie ein immcrwchrendes Leben oder dieVnsterbligkeit in dieser Welt überkomm-gen. Dann sie geben vor/daß etliche von ih-ren vhralten Vorfahren (diesieitzovorhciligc, Männer halten) sollen solche Künste erfunden^ vnd beschrieben haben / vnd nach dein sie auff' der Welt eine geraume zeit gelcbet/vicl herlichedinge verrichtet / seynd auff Erdeil länger zul leben überdrüssig geworden/vnd also mit Leibvnnd See! zugleich gen Himmel gefahren.Von beyden Künsten sollen sie viel gedrucktevnd noch mehr geschriebene grosse Voluminahaben; Das Silber zu machen sollen sie sichin allen Prsvslcicn befleißigen / daher ihreMünze ohne Gcprege alle nach dem Gewichtevnd Probe geschehet wird / vnd doch offr ziem-licher Betrug mit vntcrlaustt. Die Kunsaber der Vnsterbligkeit sol am meisten voni den grossen Henen im ?cguinischen Reiche, zesuchet werden. Vnd wann sie schon sehen/

daß es andern mit Verlust grosser Vnkosten !mißgelungen / werden sie doch darvon nicht !abgeschrecket/ in Hoffnung sie glückseliger als !andere seyn/vnd glückseligere Stunden zu sol-cher Arbeit antreffen werden.

Es wird in den annalilnix derser gelesen / baß einer von den alten Köni-gen gewesen/welcher ihm von cinen/Ucl^nu-stcn eilten Becher machen vnd sich bereden las-sen/daS/wann Er drauß druncke/ nicht sterbenkontc. Der Komg mucket fleissig auß solchenBecher vnd zwar stets alleine: Nun war ei-ner am Hofe welchem der König/ weil Er ihnvor andern liebte/grosse Freyheit zu reden vndzu scherzen vergönte. Dieser/wie wol Er sich ^offt bcmühete dem Könige solche Thorheit auß ^dem Sinn zu reden / kunte doch lange nichtsaußrichttn. EmS mahl aber / als der Königauch den Becher vollgcschcnckt vor sich stehenhatte/vnd daß Gesichte nach etwas andersauff dieseice wante/ergriff dieser denBechcrgeschwinde/vnd that einen guten Soffdar-auß. Der König ergrimmek/dräwet ihm denTodt dafür. Dieser aber antworte: alsbald;Meinst» König /weil ich auß den Becher derVnsterbligkeit gctrunckcn hab / daß du mirdennoch daß Leben wirst nehmen kennen ?-!testu mich/so sterbe ich vn schuldig denn ich ha-fbc dir nicht die Vnsterbligkeit sondern den Be-trug entzogen vnd entdecket. Drauffder-nig in sich geschlagen / seines Freundes Klug-heit gelob« / vnd sich von dein Iruhum abge-wendet.

Sie sind auch in der närrischen MeinungkIcüaxor«, daß die Seelen der Menschennach absterben in andereLcil er wandern. Wel-ches ihnen Anlaß giebt zu einer erschrecklichengrawsamkctt gegen ihre Kinder. Dann essollen m etlichen Provintzien iyrcr vi<l>h. e ei-gene Kinder/wann sie derselben vul bekom-men/ vnd nicht zu ernehrcn aetrawen / auchnicht gerne wollen daß sie in harte Dienstbar-keitverkaufst werden sollen/ ersauffen/ sonder-lich die Medgcn/vnd solches öffentlich ebneSchew; DannsiemeinenvndsagcndaßSieihren Ktndcrn dadurch gutes thun/in demsie in andere vn bessere Leiber bcsodcrt werden.

Was ihr Regtment betrifft so wird dasiganhcReich l'i-in-, von einem Erb-König re-gieret/ deffen Residenz izoin ?cguin oder

Nsr-